Samstag, 10. März 2012

[Rezension] Philip Webb- Nur 6 Tage

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Titel: Nur 6 Tage
Autor: Philip Webb
Genre: Jugendbuch, Dystopie (vom Hersteller empfohlenes Alter 12-15 Jahre)
Verlag: Chicken House (19. März 2012)
ISBN: 978-3551520319
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten 
Preis: 16,95 €

 

Kurzbeschreibung:

Solange Cass denken kann, muss sie sich schon durch die Überreste der zerstörten Stadt wühlen. Genau wie alle anderen Räumer. Denn ihre Aufgabe ist, das Artefakt zu suchen, an das niemand so richtig glaubt. Bis auf Cass' kleinen Bruder Wilbur, aber der spinnt sowieso ein bisschen. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich Peyto und Erin auf. Sie sind Schläfer und kommen aus einer anderen Zeit. Und sie glauben, dass nur Wilbur ihnen helfen kann. Denn auch sie sind auf der Suche nach dem Artefakt. Nur gemeinsam haben die vier eine Chance, es zu finden. Doch sie müssen sich beeilen. Ihnen bleiben genau sechs Tage, sonst wird die Welt untergehen ... 
Quelle: Verlag

 

Über den Autor

Philip Webb, Jahrgang 1967, stromerte als Kind gerne durch die Gegend. Am allerliebsten hielt er sich mit seinen Freunden auf der örtlichen Schutthalde auf. "Die abenteuerlichen Entdeckungstouren, der Reiz des Verbotenen, der Schrott, die Ratten, der Gestank - all das spiegelt sich in dem düsteren und bedrohlichen Setting von 'Nur 6 Tage' wider. Inspiration bekam ich durch die verschiedensten Dinge: Kunst, Design, Film, aufregende Orte. Jede Erfahrung fließt irgendwie mit ein. Als ich das Buch schrieb, wollte ich herausfinden, wie es in jener Welt aussieht, wie sie sich anfühlt, wie sie funktionieren würde. Und da ich Informatik studiert habe und als Berater für User Experience arbeite, ist auch viel von meinen Erfahrungen mit Menschen und Computern eingeflossen." Gemeinsam mit seiner Frau lebt Philip in London.
Quelle: Verlag

Rezension

Die Geschichte:
Die Geschichte spielt in dem London der Zukunft. Nach einem großen Krieg, ist nichts mehr, wie es vorher war. Die sogenannten Vlads (Russen) treiben die Menschen dazu an, London nach und nach abzureißen, immer auf der Suche nach dem sagenumwobenen Artefakt. Die Menschen, die das machen müssen, nennen sich Räumer. Auch die Hauptfigur Cass ist, mit ihrem Vater und ihrem Bruder Wlibur, so ein Räumer.
Doch die meisten Menschen glauben nicht, dass es das Artefakt wirklich gibt, außer Wilbur, der ist fest davon überzeugt und sucht Hinweise in Comicheften.
Eines Tages treffen Cass und Wilbur Peyto und Erin, die keine Räumer zu sein scheinen und recht wenig von der Welt wissen. Die Beiden hoffen auf Hilfe von den Geschwistern. Damit verändert sich alles und das Abenteuer beginnt. Doch die Zeit rennt, denn es bleiben den Vieren nur 6 Tage das Artefakt zu finden, denn sonst wird die Welt untergehen.

Meine Meinung:
Es fällt mir sehr schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Am Anfang dachte ich, es wäre nur wieder eine Dystopie, wie es viele auf dem Markt gibt, aber dem ist nicht so. Es tauchen Bereiche aus anderen Genre auf und die Dystopie an sich rückt irgendwann in den Hintergrund. Die Geschehnisse und überraschenden Wendungen haben mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. Es passiert so viel, mit dem ich nicht gerechnet habe und das Ende ist grandios.
Was mir auch sehr gut gefallen hat ist, dass die Geschichte in London spielt. Ich liebe London und bin schon öfters da gewesen. Es war sehr interessant beim Lesen die Orte, die erwähnt wurden, wieder zu erkennen und sich diese so vorzustellen, wie sie in der Geschichte aussehen müssten.

Die Protagonisten:
Cass ist ein 15-jähriges Mädchen, das schon früh lernen musste, was ihre Aufgaben sind. Sie war mir von Anfang an sehr sympatisch, da sie teilweise wie ein typischer Teenager ist, aber sich auch um ihren Bruder und Vater sorgt. Sie hilft direkt Peyto und Erin, obwohl das für sie gefährlich ist. Ich konnte mich beim Lesen sehr gut in sie hineinversetzten.
Wilbur, der kleine Bruder von Cass, ist ein kleiner Träumer und glaubt fest daran, dass es das Artefakt gibt. Keiner hört ihm zu und trotzdem gibt er nicht auf. Er ist ein toller Protagonist und mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen.
Erin ist zeitweise sehr zickig, hat aber ihre Gründe und ich kann sie sehr gut verstehen.
Peyto ist ein eher stiller Protagonist, aber passt gut in die Geschehnisse rein.

Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr jugendlich gehalten, was mich am Anfang irgendwie gestört hat. Aber da die Geschichte aus der Sicht von Cass geschrieben ist und die ja erst 15 ist, passt es ja auch irgendwie. Im Laufe der Geschichte, habe ich das dann auch nicht mehr so wahrgenommen.
Ansonsten ist der Schreibstil spannend und flüssig zu lesen. Unbekannte Begriffe und Gegenden werden sehr schön anschaulich erklärt und man kommt gut mit.

Das Cover:
Das Cover mag vielen als zu langweilig erscheinen. Mir gefällt's aber, da es was anderes ist, als der Einheitsbrei, der zur Zeit erscheint. Man sieht darauf die Hochhäuser von Londern und es verbreitet eine Endzeitstimmung, was ich sehr passend finde.

Der Buchtitel:
Der Buchtitel passt einfach zu dem Kernpunkt der Geschichte. Cass und ihre Freunde haben nur 6 Tage Zeit um das Artefakt zu finden und somit, ist der Titel sehr passend.

Fazit:
Das Buch hat mich völlig umgehauen und es hat keine Nacht gedauert, bis ich das durchgelesen hatte. Es ist überraschend und mitreißend bis zum Schluss.

                             

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