Montag, 16. April 2012

[Rezension] Josephine Mint- Smalltown Girls: Der Tod kommt selten allein

Bildquelle
Titel: Smalltown Girls- Der Tod kommt selten allein
Autor: Josephine Mint
Genre: Jugendbuch (laut Hersteller empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: BELTZ
ISBN: 978-3407811066
Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Preis: 14,95€
 
Kurzbeschreibung:
Charlie, Lu und Sunshine leben in einer öden Kleinstadt und gehen Freitagabend in die Bierbörse. Das war s dann auch schon fast mit den Gemeinsamkeiten. Wäre da nicht die mysteriöse Vision, die die Mädchen während eines Gewitters überfällt. Diese Vision besagt in aller Klarheit, dass sie alle sterben werden.
Was tun, wenn plötzlich das ganze Leben in Frage gestellt ist? Abhauen? Drogenrausch? Tun, was man schon immer tun wollte? Während Charlie in Panik gerät, bleibt ihre Freundin Lu gelassen und hängt lieber mit der Outsiderin Sunshine ab. Charlie ist eifersüchtig und verzweifelt und außerdem zum ersten Mal richtig verliebt. In Linus. Doch dann geschieht etwas, das auch Lu vom Ernst der Lage überzeugt. Und ein schrecklicher Verdacht fällt auf Linus. Es bleibt den Mädchen nur eines übrig: Sie müssen versuchen, ihren zukünftigen Mörder zu finden!
Der Auftakt einer Trilogie voller unerwarteter Wendungen, mysteriöser Spannung und einem Setting, das endlich eine liebevolle Würdigung verdient hat: der deutschen Kleinstadt mit skurrilen Statisten, unglaublichen Partys, unglaublicher Langweile, immer irgendwie leicht gestriger Musik und bewusstseinserweiternden Sessions am Baggersee. 
Quelle: Verlag

 

Über die Autorin

Hinter Josephine Mint verbergen sich die Autorinnen Jeanette Wagner, Miriam Sachs und Ulrike Molsen, die seit Jahren miteinander befreundet sind und mit den Smalltown Girls zum ersten Mal ein gemeinsames Projekt realisieren. Genau wie die Heldinnen der Geschichte kommen zwei von ihnen vom Land und eine aus der Stadt. Genau wie die Heldinnen könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Und genau wie bei den Heldinnen ist ihre Freundschaft eine echte Achterbahnfahrt. Jeanette Wagner, 1968 in Wiesloch geboren, ist Filmregisseurin und Drehbuchautorin, nicht besonders groß und liebt es staubzusaugen. Miriam Sachs wuchs in einer Reihenhaussiedlung in Neukeferloh auf. Heute lebt sie in Berlin und arbeitet als Schauspielerin und Autorin. Wäre sie im 18. Jahrhundert geboren, hätte sie sich in Heinrich von Kleist verliebt. Ulrike Molsen, geboren 1973 in Berlin, ist Drehbuchautorin geworden, nachdem sie feststellen musste, dass Punk leider kein Beruf ist. Sie liebt amerikanische Fernsehserien und bittet Jeanette oft, bei ihr zu staubsaugen. 
Quelle: Verlag





 Rezension

Die Geschichte:
Die Geschichte spielt in einer Kleinstadt, in der eigentlich nicht viel passiert.
Die beiden Freundinnen Lu und Charlie, kennen sich schon, seitdem sie klein sind und sind eigentlich unzertrennlich. Charlie kommt mit ihrem Schwarm Linus zusammen und sie vergisst dadurch einen für Lu wichtigen Auftritt. Nach einem Streit, haben beide eine Vision, in der sie sterben werden und zwar nicht einfach so, jemand will sie umbringen.
Ähnlich ist es Lus Bruder ergangen, der zwei Monate danach bei einem Unfall ums Leben kam, doch nur Charlie weiß davon.
Deshalb glaubt sie von Anfang an, dass die beiden Sterben müssen und hält es nicht nur für einen Traum, so wie Lu.
Als dann noch Sunshine, die in der Vision vorkam, in deren Leben tritt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Die Geschichte ist aus Charlies Sicht verfasst, so dass es viele Einblicke in ihre Gefühlswelt gibt.
Von den ersten Seiten an, war ich gefesselt. Es ist spannend und mir gefällt sehr gut, dass es in einer Kleinstadt spielt, da ich selber in einer aufgewachsen bin.
Die Geschichte ist vielschichtig und spricht viele Probleme an, die Jugendliche zu bewältigen haben.
Von der ersten Liebe, bis hin zu dem Streit bester Freundinnen und Eifersucht. Darunter leidet aber keineswegs der Haupterzählstrang der Todesvision.
Alles wirkt schlüssig und ist gut durchdacht. 

Einzig die Leichtfertigkeit über den Umgang mit Drogen und Alkohol finde ich für ein Jugendbuch bedenklich, da sich Jugendliche schnell ein Beispiel daran nehmen und nicht jeder das objektiv betrachten kann.

Die Protagonisten:  
Die Protagonisten haben mir komplett gut gefallen. Jedes der drei Mädchen ist völlig unterschiedlich und sehr gut ausgearbeitet, so dass alles zusammenpasst.
Ich konnte mich direkt in die drei und vor allem Charlie hineinversetzten. Ich mag ihre lockere Art und ihr manchmal loses Mundwerk. Dazu sind ihre Gefühle durchweg nachvollziehbar, was sie sehr sympatisch macht.

 

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist locker, offen, direkt, flüssig zu lesen und spannend. Wie typisch für ein Jugendbuch ist es auch teilweise in Jugendsprache verfasst, was aber gut dazu passt und nicht weiter stört. Gefühle werden sehr schön dargestellt und intensiv geschildert und sind durchweg nachvollziehbar.


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover zeigt die drei Mädchen, Charlie, Lu und Sunshine und ist sehr ansprechend gestaltet.
Ich mag die Farbgestaltung sehr gerne.
Der Buchtitel passt perfekt zu der Thematik und dem Setting.

Fazit: 
Es ist ein wirklich spannendes und wundervolles Jugendbuch, dass mit einem gemeinen Cliffhanger endet, so dass ich es kaum bis zum nächsten Band aushalten kann.
Vielen Dank noch mal an den Beltz-Verlag und Lies und Lausch für dieses tolle Buch.

Kommentare:

  1. Schönes Buch und schöne Rezi :)
    Es steht auch schon seit längerem auf meiner Wunschliste :D Aber ich glaube wegen dem gemeinem Cliffhanger warte ich noch ein bisschen ;) [Damit es dann nicht mehr so lange dauert, bis das nächste kommt..]

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  2. Vielen Dank für das Lob. Da freu ich mich.
    Ich bin schon so gespannt auf den nächsten Band. xD

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