Freitag, 1. Juni 2012

[Rezension] Josephine Angelini- Göttlich verloren

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Titel: Göttlich verloren

Originaltitel: Dreamless
Autor: Josephine Angelini
Genre: Jugendbuch (laut Hersteller empfohlenes Alter 14-17 Jahre)
Verlag: Dressler (Mai 2012)
ISBN: 978-3791526263
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Preis: 19,95 €
 
Kurzbeschreibung:
Helen muss die Hölle gleich zweifach durchstehen: Nachts schlägt sie sich durch die Unterwelt, noch schlimmer quält sie tags, dass Lucas und sie sich unmöglich lieben dürfen. In der Unterwelt trifft Helen auf Orion. Je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich. Dann geschieht etwas völlig Unerwartetes, das ausgerechnet Orion und Lucas zum Zusammenhalten zwingt: Die vier Häuser Scion werden vereint und ein neuer Trojanischer Krieg scheint unausweichlich! Eine packende Saga um eine Liebe, die nicht sein darf! Nach Band eins »Göttlich verdammt« wurde der zweite Band der grandiosen "Göttlich"-Trilogie schon sehnlichst erwartet. 
Quelle: Verlag


Über die Autorin:

Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles. 
Quelle: Verlag


Rezension
 
Die Geschichte:
Dieses Buch ist der zweite Band der "Göttlich"-Triologie und beginnt da, wo der Erste aufgehört hat.
Somit ist der Einstieg mir sehr leicht gefallen.

Die siebzehnjährige Helen weiß mittlerweile, dass sie eine Halbgöttin ist und lernt immer mehr über ihre Fähigkeiten. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Scions (so werden die Halbgötter genannt) von den Furien zu befreien. Durch die Furien bekriegen sich Scions aus unterschiedlichen Häusern und können den Hass nicht überwinden.
Für diese Aufgabe begibt sich Helen nacht für nacht in die Unterwelt und hofft da Antworten zu finden. Sie ist die einzige Person, ausgenommen die Heiler, die dahin gelangen kann und auch wieder zurück kann. Dadurch fühlt sie sich sehr allein. Dazu kommt, dass sie Lucas nicht lieben darf und auch sonst kaum jemand sie versteht.
Doch da taucht Orion in der Unterwelt auf und sie ist nicht mehr auf sich allein gestellt...

Alles in allem ist der Band deutlich düsterer als der Vorgänger. Die Gefühle von Helen sind oft verzweifelt und sie weiß nicht wohin mit ihrer Liebe zu Lucas. Dazu kommt die extreme Belastung durch die Unterwelt und die schwierige Mission.
Josephine Angelini schafft es, dass ich mich gut in Helens Gefühle hineinversetzen konnte und permanent mit ihr mitgefiebert habe. 
Dazu gefällt es mir sehr gut, dass einige Götter in dem Band vorkommen. Die griechische Mythologie ist in den Bänden sowieso gut getroffen und macht die Bücher so lesenswert.
Insgesamt hat mir der Band noch etwas besser gefallen, als der Vorgänger, da beim Vorgänger doch zu viele Parallelen zu anderen Büchern sichtbar sind.

Einzig die Dreiecksbeziehung zwischen Orion, Helen und Lucas passt mir so gar nicht. Seit der Biss-Reihe stört mich so etwas eher und führt dazu, dass ich Bücher nicht so gerne lese. Zum Glück nimmt das nicht so überhand und die Gefühle und Liebsszenen nehmen nicht viel Platz in der atemberaubenden Geschichte ein.

Die Protagonisten:   
Die Protagonisten sind allessamt sehr gut ausgearbeitet und bleiben trotz der übermäßigen Fähigkeiten sympathisch. Man merkt als Leser, dass die meisten Protagonisten eher unter ihrem Schicksal leiden und es nicht so toll ist, ein Halbgott zu sein.
Helen hat sich zu Band 1 deutlich entwickelt und  weißt eine gewisse Stärke auf, die vorher nicht da war. Das hat mir sehr gut gefallen.
Dazu sind die menschlichen Figuren, vor allem Claire, Helens beste Freundin, sehr sympathisch. Claire besticht durch ihren Sinn für Humor und ist meine absolute Lieblingsprotagonistin. Sie lässt sich auch durch Halbgötter nicht unterkriegen.

 

Der Schreibstil: 

Der Schreibstil besticht vor allem durch spritzigen Humor und einer liebevoll ausgearbeiteten Geschichte. Ich liebe den Mix aus griechischer Mythologie und normalem Alltag, wie Schule und ähnliches. Dazu ist der Schreibstil spannend und einfach gehalten, so dass die Seiten nur so an mir vorbei geflogen sind.
Begriffe sind sehr gut erklärt, es nimmt aber nicht Überhand. Liebesszenen sind vorhanden, aber nicht übertrieben dargestellt.
Also alles in allem eine gute Mischung.

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover gefällt mir von den Farben her sehr gut, allerdings finde ich das Mädchengesicht seltsam. Erstens mag ich Cover mit einem Mädchengesicht meistens nicht mehr und zweitens guckt dieses Mädchen doch extrem komisch.
Der Titel passt zu dem Inhalt und der ganzen Serie.

Fazit: 
Dieser Band ist eine gelungene Fortsetzung und besticht durch eine gute Mischung aus griechischer Mythologie und Alltag, mit tollen Protagonisten und einer interessanten Geschichte.
Ich freue mich schon sehr auf den dritten Band.
Mein besonderer Dank geht an den Dressler-Verlag, da ich dieses Buch für den Verlag lesen und rezensieren durfte!

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