Montag, 20. August 2012

[Rezension] Nina Blazon- Laqua: Der Fluch der schwarzen Gondel

Bildquelle
Titel: Laqua- Der Fluch der schwarzen Gondel
Autor: Nina Blazon
Genre: Kinder- und Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 10-12 Jahre )
Verlag: cbj (August 2012)
ISBN: 978-3570154755
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Preis: 16,99 €
 
Kurzbeschreibung:
Der Dunkle Doge erwacht.
Ein gruseliger, zugiger alter Palazzo, Dauerregen und eine grantige Urgroßmutter. Na großartig! Kristina und Jan sind zunächst nicht gerade begeistert, dass sie die Ferien in Venedig verbringen sollen. Dass sich des Nachts seltsame Schemen aus der Lagune erheben und katzengleich die Wände der Häuser hinaufgleiten, macht die Sache für die beiden Geschwister auch nicht besser. Als dann auch noch ihre Großkusine Sara verschwindet und sie sich auf die Spur des gruseligen Dogen begeben müssen, beginnt für die Kinder in den Gassen Venedigs ein fantastisches Abeneuer, das seinesgleichen sucht.
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

NINA BLAZON, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten – bevor sie den Fantasy-Jugendroman "Im Bann des Fluchträgers" schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.

Quelle: Verlag



Rezension
 
Die Geschichte:
Nina Blazon entführt hier den Leser nach Venedig. Die Geschwister Kristina und Jan sind Halbwaisen und da deren Vater geschäftlich unterwegs ist, müssen die Geschwister zwangsweise die Weihnachtstage in Venedig bei ihrer Urgroßmutter (genannt Nonna) und ihrer Tante Sara verbringen. Die Beiden sind erst alles andere als begeistert, da Nonna alles andere als eine freundliche und umgängliche alte Dame ist. 
Und als wäre das nicht genug, entdeckt Kristina ein Kindergesicht am Fenster, das an der Außenfassade entlang klettert. Dazu verschwinden immer wieder Sachen aus dem Zimmer der Beiden. Das ist aber erst der Anfang, denn die Geschwister erfahren nach und nach ein dunkles Geheimnis und als dann Sara in Gefahr ist, spitzt sich die Situation zu. Und hinter allem steht die Frage: Was hat es mit der schwarzen Gondel auf sich?

Dieses Buch hat mich von den ersten Seiten an völlig überzeugt. Es führt den Leser in eine zauberhafte Welt, mit einem magischem Venedig, das durch seine Detailverliebtheit besticht.
Man merkt zwar, dass das Buch eher an junge Leser gerichtet ist, da z.B. Kristina erst elf und ihr Bruder sieben ist, aber das hat mich hier so gar nicht gestört. 
Die Handlung kommt fast ganz ohne Liebesbeziehungen aus. Einzig Sara entwickelt Gefühle für einen alten Kindheitsbekannten. Ansonsten ist die ganze Handlung einfach fantastisch und bis ins Detail ausgearbeitet. Nina Blazon schafft es, dass ich beim Lesen Venedig vor Augen hatte. Zwar ist die Handlung an manchen Punkten nicht überraschend, aber zum Schluss gibt es eine grandiose Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe.  Der Plot ist innovativ und zeigt ein ganz anderes Venedig, als man es sonst kennt, voller Geheimnisse, Magie, aber auch Gefahren.
Beim Lesen hatte ich zu keiner Zeit Langeweile, sondern war durchweg gefesselt.

Die Protagonisten:   
Die Protagonisten haben viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen.
Die Art wie Jan mit seiner kindlichen Neugierde den Geheimnissen auf den Grund geht, hat mich oft zum schmunzeln gebracht. Er ist einfach ein liebenswerter Junge, der sich zwar nicht immer mit seiner Schwester versteht, aber nicht aufgibt und wenn es drauf an kommt, seine Schwester untersützt. Ich habe ihn sehr schnell ins Herz geschlossen.
Auch seine Schwester Kristina ist eine liebenswerte Protagonistin. Sie ist mutig und lässt sich nicht unterkriegen. Mit all ihren Mitteln versucht sie ihre Familie zu beschützen. Allerdings wirkt sie oft viel älter als elf Jahre. 
Beide Geschwister sind überzeugend ausgearbeitet und passen wunderbar in dieses Buch.
Auch alle anderen Protagonisten sind liebevoll ausgewählt und machen Laqua zu etwas ganz Besonderem.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist hier wirklich sehr einfach gehalten und alles ist kindgerecht dargestellt. Dazu schreibt Nina Blazon sehr spannend, detailverliebt und einfach zauberhaft. 

Das Buch ist aus der Sicht von Kristina geschrieben (personaler Erzähler), es gibt aber auch Passagen, die aus der Sicht des Dunklen (dem Gondelfahrer, der schwarzen Gondel) verfasst sind. Diese Passagen sind durch einen anderen Hintergrund und Schriftart hervorgehoben. Dadurch wird eine mysteriöse Stimmung hervorgerufen, was mir gut gefallen hat.

 

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover gefällt mir sehr gut, auch wenn mein Leseexemplar ein anderes zeigt. Es passt zu Venedig und einer Geschichte, die für jüngere Leser gedacht ist. 
Der Buchtitel verrät schon einiges und im späteren Verlauf wird auch erklärt, wofür Laqua steht. Da ich aber nichts vorweg nehmen möchte, behalte ich das für mich.


Fazit: 
Mit Laqua hat Nina Blazon ein zauberhaftes Buch, mit tollen Protagonisten und einer fabelhaften Handlung geschaffen. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen.


Vielen herzlichen Dank an den cbj-Verlag für das Leseexemplar.

Hintergrundinformationen:
- Bei Laqua handelt es sich um einen Einzelband.
- Hier findet ihr die Autorenhomepage: Klick
- Und hier eine Leseprobe: Klick
- Hier findet ihr ein Interview zu dem Buch (mit schönen Venedig-Fotos): Klick

Kommentare:

  1. Tolle Rezi!
    Das Buch möchte ich auch lesen :)

    LG
    Lilly

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank. ;)
      Ich kann's dir wirklich nur empfehlen.

      Löschen