Dienstag, 28. Februar 2012

[Rezension] Sandra Melli- Stern der Göttin

(c) Dromer Knaur
Titel: Stern der Göttin
Autor: Sandra Melli
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur TB (Dezember 2011)
ISBN: 978-3426504161
Broschiert: 512 Seiten 
Preis: 14,99 €


Rezension:


Die Geschichte:
In dem Buch geht es um das Katzenmädchen Laisa, das als Findelkind bei Karavanenwächtern aufwächst. Sie fühlt immer, dass sie nicht wirklich dahin gehört. Sie unterscheidet sich sehr von den anderen Katzenmenschen und das nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihren Fähigkeiten.
Eines Tages trifft sie eine Frau mit goldenen Augen und gelangt in eine völlig andere Welt, die Dämmerlande, in der Magie alltäglich ist.
In dieser Welt werden sechs verschiedene Götter angebetet, die alle von einer verschiedenen Farbe repräsentiert werden. Die Menschen schmieden Intrigen und es droht ein großer Krieg auszubrechen, obwohl die Götter vor langer Zeit Frieden geschlossen haben.
So macht Laisa sich auf, die fremde Welt zu entdecken, neue Freunde zu finden und ihr Schicksal zu erfüllen.

Mich hat das Buch direkt sehr fasziniert. Das Autorenpaar hat eine völlig neue, sehr ausgeklügelte Welt geschaffen. Es gibt verschiedenste Wesen, wie die Bärenmenschen und Eigenarten, so dass Lebewesen, die einer bestimmten Farbe zugeordnet sind, in andersfarbigen Regionen Schmerzen oder zumindest Unwohlsein empfinden können. Mir hat es sehr gefallen zu lesen, wie Laisa nach und nach die neue Welt kennenlernt und versteht und auch ihre Fähigkeiten entdeckt. Allerdings hatte ich ziemliche Probleme, die einzelnen Namen, die nicht direkt mit Laisas Reisegruppe zu tun haben, zuzuordnen und bin öfters durcheinander gekomen. Da hat mir sehr der Anhang geholfen und mit der Zeit ist es mir leichter gefallen die Zusammenhänge zu verstehen.
Das Abenteuer um den "Stern der Göttin" finde ich spannend erzählt und auch die langen Erzählungen zu den historischen Hintergründen der Dämmerlande, konnten mein Lesevergnügen nur wenig abschwächen. Dennoch ist das Ende irgendwie zu lange hingezogen und es fehlt etwas an Spannung.

Die Protagonisten:
Laisa ist eine wunderbare Protagonistin und hat viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen. Sie ist genau so, wie ich mir ein Katzenmädchen vorstellen würde. Mutig, verspielt, leicht reizbar, aber treu und geschickt. Sie reagiert oft nicht, wie ein Mensch und das finde ich sehr interessant.
Die anderen Charaktere sind leider etwas zu kurz gekommen. Man erfährt wenig über die Hintergründe und warum Laisas Freunde überhaupt bei ihr bleiben. Diese rücken hinter den ganzen geschichtlichen Begebenheiten etwas in den Hintergrund.


Der Schreibstil: 
Der Schreibstil ist sehr komplex, aber gut nachvollziehbar. Die wichtigsten Begriffe werden gut erklärt. Zeitweise gelingt es dem Autorenpaar jedoch nicht so ganz die Spannung aufrecht zu erhalten und es wird sehr zäh.

Das Cover:
Das Cover zeigt eine Frau mit einem Katzenauge und roten Haaren. Bevor ich das Buch gelesen habe, dachte ich, dass das Laisa, das Katzenmädchen wäre. Da sie aber nicht, wie ein Mensch aussieht, sondern Fell, Katzenohren und Schnurrhaare hat, passt das nicht. Auch sonst habe ich in dem Buch keinen Charakter gefunden, auf den das Bild zutrifft. 
Es würde höchstens passen, wenn Laisa die Fähigkeit hätte sich zu verwandeln, was sie bisher aber nicht kann. Vielleicht ändert sich das noch, wenn es weitere Bücher geben sollte, doch so passt es nicht so recht.

Der Buchtitel:
Der Titel passt zum Kernpunkt des Buches, da es da um den Stern der Göttin geht und passt zum Genre Fantasy.

Fazit:
Dieses Buch beinhaltet eine nette Idee, die zeitweise sehr spannend ist, aber sich zum Schluss leider in die Länge zieht.
                      

Samstag, 25. Februar 2012

[Rezension] Claudia Gray- Evernight: Gefährtin der Morgenröte

Bildquelle
Titel: Evernight- Gefährtin der Morgenröte
Originaltitel: Afterlife
Autor: Claudia Gray
Genre: Fantasy
Verlag: Penhaligon Verlag (27. Februar 2012)
ISBN: 978-3764530549
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 17,99 €

Kurzbeschreibung: 
Noch nie war die Barriere zwischen Bianca und ihrem geliebten Lucas größer. Denn während sie nun ein Geist ist, wurde Lucas von einem Vampir in einen Blutsauger verwandelt. Diese beiden Völker jedoch sind nur durch ihren Hass aufeinander verbunden. Nun wird Lucas nicht nur von seiner Familie gejagt, die sich ganz dem Töten von Vampiren verschrieben hat. Er muss auch lernen, seinen Blutdurst zu bezwingen. Da entdeckt Bianca, dass sie als Geist doch nicht so machtlos ist, wie alle behaupten. Im Gegenteil! Es scheint sogar einen Weg zu geben, um Lucas zu erlösen – wenn Bianca bereit ist, sich für ihn zu opfern … 
Quelle: Verlag 

Über die Autorin:
Bevor Claudia Gray sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als Anwältin, Journalistin und DJ. Seit ihrer Kindheit interessiert sie sich für Filmklassiker, die Stile vergangener Epochen und Architektur. Ihr dadurch erworbenes Wissen ließ sie sanft in die Welt von „Evernight“ einfließen und erschuf so eine unverwechselbare Stimmung. 
Quelle: Verlag

Rezension:

Die Geschichte:
Das Buch beginnt an der Stelle, an der der dritte Band "Evernight-Hüterin des Zwielichts" aufhörte. Man wird direkt in die Wandlung von Lucas in einen Vampir hineingezogen und sieht, wie er damit umgeht.
Bianca ist zwar ein Geist, aber nicht irgendeiner. Da sie als Tochter von zwei Vampiren mit Unterstüzung der Geister geboren wurde, stehen ihr mehr Möglichkeiten offen, als den meisten anderen Geistern. So schafft sie es sich schon schnell zu materialisieren und bei ihren Freunden zu sein. In ihr stecken noch viel mehr verborgene Fähigkeiten, von denen sie keine Ahnung hat und die sie im Laufe des Buches entdeckt.
So dümpelt die Geschichte vor sich hin. Es gibt nicht viel neues und seitenlang passiert nichts Spannendes und auch die Liebesgeschichte zwischen Bianca und Lucas konnte mich nicht überzeugen.
Die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr vorausschaubar und mir fiel es schwer weiter zu lesen. 
Bei den Vorgängern hatte es Claudia Gray immer noch geschafft, mich zu überraschen, aber bei dem Teil war mir das Ende schon ziemlich schnell klar und ich langweilte mich beim Lesen.

Die Protagonisten:

Die Charaktere haben ebenfalls sehr nachgelassen.
Bianca ist nur an sich und an Lucas Wohlergehen interessiert und kümmert sich nicht darum, dass sie andere Menschen/Vampire verletzt. Sie ist eigensinnig und naiv. Naiv war sie zwar immer schon, aber seit dem ersten Band sind ein paar Jahre vergangen und man müsste doch meinen, dass sie sich etwas weiter entwickelt hat... Aber nein, sie sieht der Wahrheit nicht ins Gesicht und immer wieder fallen Sprüche wie : "Wenn Lucas und ich zusammen sind, wird alles gut." Das hat sie sich auch beim dritten Band versucht einzureden, was zur Folge hatte, dass sie gestorben ist und zum Geist wurde. Wieso sollte es also jetzt klappen?
Das Einzige was ich an ihr mag, ist ihre unsterbliche Liebe zu Lucas und dass sie am Ende doch mal erwachsen wird und sich entwickelt hat.
Lucas selber wiederspricht in dem Band völlig seinen Prinzipien, da er versucht sein Vampirdasein zu akzeptieren. Er hasst es und würde es beenden, wenn Bianca nicht wäre. Die meiste Zeit leidet er und ist einfach nur unglücklich, was ja verständlich ist, aber dennoch nervt das irgendwann.
Balthazar stellt sich als echter Freund heraus und ist immer für Lucas und Bianca da und das obwohl Bianca ihm das Leben nicht leicht macht.
Mrs. Bethany hat mir in diesem Band neben Balthazar richtig gut gefallen. Man erfährt ihre Hintergrundgeschichte und nach und nach fällt es leichter sie zu verstehen und ihre Handlungsweisen im Ansatz nachzuvollziehen.


Der Schreibstil:
Der Schreibstil ist flüssig und man kommt gut mit. Dennoch fehlt mir einfach die Spannung und die Geschichte konnte mich nicht mitreißen.



Das Cover:
Das Cover ist typisch für die Reihe und zeigt ein Mädchengesicht. Was auch sonst? In letzter Zeit erscheinen so viele Cover in dem Stil, dass ich es einfach nicht mehr sehen kann und es mir auch nicht mehr gefällt. 
Der Schriftzug allerdings ist schön und ansprechend.
 
Fazit: 
Die Geschichte konnte mich nicht so recht überzeugen. Es ist ein schöner Abschluss, wenn man wissen möchte, wie es mit Lucas und Bianca ausgeht. Dennoch fehlen einfach überraschende Wendungen und die Spannung.           
                          

Freitag, 24. Februar 2012

Heute im Briefkasten

Heute kam mein erstes Rezensionsexemplar an. Ich konnte es gar nicht erwarten das Paket aufzumachen und zu sehen, was ich tolles bekommen habe.

 

Das Cover gefällt mir sehr gut und ich bin echt gespannt darauf.

 
Titel: Stern der Göttin
Autor: Sandra Melli
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur TB (Dezember 2011)
ISBN: 978-3426504161
Broschiert: 512 Seiten 
Preis: 14,99 €

 

 Kurzbeschreibung laut Amazon

Nachdem das junge Katzenmädchen Laisa eines Tages im Wald einer wunderschönen goldäugigen Frau begegnet ist, findet sie sich auf einmal in einer anderen Welt wieder. Anders als in ihrer Heimat herrschen hier sechs Götter, die das Land fest unter sich aufgeteilt haben und jeweils von einer ihnen zugeordneten Farbe repräsentiert werden. Verwirrt von dieser Andersartigkeit, macht Laisa sich auf, die eigenartige Gegend zu erkunden. Doch dann erfährt sie, dass sie dazu auserwählt wurde, den »Stern der Göttin«, ein einzigartiges Juwel von unendlicher Kraft, vor einem schwarzen Magier zu retten. Laisa nimmt die Aufgabe an und stürzt sich unversehens in das größte Abenteuer ihres Lebens …



Über den Autor
Hinter dem Pseudonym Sandra Melli verbirgt sich ein bekanntes Autorenehepaar, das seit etlichen Jahren sehr erfolgreich historische Romane veröffentlicht. Ihre ersten Erfolge errangen sie jedoch mit Kurzgeschichten und Novellen in Fantasy-Anthologien verschiedener großer Verlage. Darüber hinaus entwickelten sie im Lauf der Zeit mit der Welt der magischen Farben ihr ganz eigenes Fantasy-Universum. Das Paar lebt in einer aufstrebenden Gemeinde bei München.

                                                                                                                                                       

Donnerstag, 23. Februar 2012

[Rezension] Nina Blazon- Faunblut

Bildquelle
Titel: Faunblut
Autor: Nina Blazon
Genre: Fantasy (vom Hersteller empfohlenes Alter: 13-16 Jahre)
Verlag: cbt (Dezember 2010)
ISBN: 978-3570160091
Broschiert: 480 Seiten 
Preis: 12,99 €

Kurzbeschreibung:
Sie hat zwei Seelen, eine muss er töten.
Eine Metropole am Rande der Zeit. Eine Herrschaft im Zeichen der Gewalt. Und eine Liebe wider jede Vernunft.
Als Jade, das Mädchen mit den flussgrünen Augen, den schönen und fremdartigen Faun kennenlernt, ist ihre Welt bereits am Zerbrechen. Aufständische erheben sich gegen die Herrscherin der Stadt und die sagenumwobenen Echos kehren zurück, um ihr Recht einzufordern, Jade weiß, auch sie wird für ihre Freiheit kämpfen, doch Faun steht auf der Seite der Gegner …
Quelle: Verlag

Über die Autorin:
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart.
Quelle: Verlag

Rezension:

Die Geschichte:
Man wird direkt in das Leben von Jade hineingezogen. Man merkt, dass es Geheimnisse in ihrer Vergangenheit gibt, erfährt aber erst ganz zum Schluss, was es wirklich mit ihr auf sich hat. Meine Vermutungen diesbezüglich bewahrheiteten sich nicht. Nina Blazon schafft es immer mich zu überraschen.
Die Liebsgeschichte zwischen Faun und Jade ist zwar wichtig, aber rückt öfters in den Hintergrund. Dies hat mich allerdings nicht gestört. Ganz im Gegenteil, denn die Geschichte hat so viel mehr zu bieten und es gibt so viele interessante Geheimnisse und Wendungen, so dass ich es gar nicht abwarten konnte das Buch zu Ende zu lesen. Vor allem die Echos haben mich fasziniert und ich habe mich immer wieder gefragt, was es wohl mit denen auf sich hat.
Das Buch wird von Seite zu Seite spannender und sehr mitreißend. Die Geschichte hat alles, was eine Geschichte braucht Liebe, Spannung, Witz und Tragik.

Die Protagonisten:
Die Charaktere sind sehr ausdrucksstark. 
Jade ist mir persönlich zwar etwas zu aufbrausend, aber da kommt sie ganz nach ihrem Vater. Mir hat es sehr gefallen, wie sie sich im Laufe des Buches gewandelt und ihren Platz in der Welt gefunden hat. Zum Schluss riskiert sie alles, um ihre Ideale zu verfolgen.
Faun ist sehr geheimnisvoll und ich habe mich immer gefragt, was hinter seiner Fassade steckt. Er versucht Jade zu beschützen und darf nur Nachts seine Liebe zeigen. Er ist ein toller Charakter der schon sehr viel durchmachen musste, aber trotzdem nicht aufgibt.
Auch die anderen Charaktere sind eindrucksvoll. Jeder hat seine Geschichte. Es wirkt aber nicht überladen, wenn Nina Blazon auf die einzelnen Charaktere eingeht, sondern sehr passend.

Der Schreibstil: 
Der Schreibstil ist detailliert und mitreißend und die Geschichte nicht voraussehbar. Nina Blazon schafft es immer die Leser auf die Folter zu spannen und spannend zu schreiben.

Das Cover:
Mir gefällt das Cover sehr gut. Das Auge erinnert an das eines Faues und wirkt stimmig und anziehend.
 
Der Buchtitel:
Der Buchtitel passt meiner Meinung nach sehr gut zu der Geschichte und dem Geheimnis, was sich hinter Faun verbirgt.
 
Fazit:
Ich konnte nicht die Finger von dem Buch lassen und habe es in einer Nacht durchgelesen. Es ist mitreißend und entführt einen in eine fremde, interessante Welt.
Es ist absolut Lesenswert.

                            

Dienstag, 21. Februar 2012

[Rezension] Katie Kacvinsky- Die Rebellion der Maddie Freeman

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Titel: Die Rebellion der Maddie Freeman
Originaltitel: Awaken
Autor: Katie Kacvinsky
Genre: Jugendbuch (empfohlenes Alter: 14-16 Jahre)
Verlag: Bastei Lübbe (Boje) (Juli 2011)
ISBN: 978-3414823007
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten 
Preis:15,99 €

Kurzbeschreibung:
Eine Stadt in den USA, wenige Jahre in der Zukunft: Maddie, 17, lebt wie alle um sie herum ein digitales Leben. Schule und Verabredungen - das alles findet im Netz statt. Doch dann verliebt sie sich in Justin - für den nur das wahre Leben offline zählt. Gemeinsam mit seinen Freunden kämpft Justin gegen die Welt der sozialen Netzwerke, in der alles künstlich ist. Dieser Kampf richtet sich gegen die ganz oben - und damit auch gegen Maddies Vater, der das System der Digital School gesetzlich verankert hat. Maddie wird für die Bewegung zu einer Schlüsselfigur. Und sie muss sich entscheiden: Auf welcher Seite will sie stehen?
Quelle: Verlag

Über die Autorin:
Katie Kacvinskys erstes Buch, "Die Rebellion der Maddie Freeman", ist 2011 bei Boje erschienen und war sofort ein Erfolg. "Dylan und Gray" ist der zweite Jugendroman der Autorin, die früher von Modeln bis Unterrichten verschiedene Jobs hatte, inzwischen aber vom Schreiben lebt. Die Fortsetzung zu "Die Rebellion der Maddie Freeman" ist in Vorbereitung.
Quelle: Verlag

Rezension:

Die Geschichte:
Das Buch beginnt im Jahre 2060 und es wird zunächst einmal beschrieben, wie die Welt in der Maddie Freeman lebt, so funktioniert. Sie lebt ihr Leben am Computer und tut alles, was von ihr erwartet wird.
Es gibt zwei Seiten, die in dem Buch beschrieben werden, einmal die Verteidiger des Systems der Digital School und einmal die Rebellen, die dagegen arbeiten. Maddie muss sich für eine Seite entscheiden.

Als sie Justin trifft und sich verliebt und merkt sie plötzlich, wie leer das Leben in der digitalen Welt, im Vergleich zur richtigen Welt ist. Durch Justin ändert sich alles und ihr neues Leben beginnt.

Die Protagonisten:
Maddie: In Maddie konnte ich mich direkt hineinversetzten. Sie ist schlau und glaubt nicht alles, was ihr die Gesellschaft auftischt. Zwar hat sie lange Zeit nicht mehr den Mut, ihre Meinung offen zu sagen, aber richtig aufgegeben hat sie diese nie. Sie musste die 2 Jahre verdrängen, um nicht völlig zu verzweifeln, da ihr Vater Gründer des Digital School Systemes ist und da zu 100 Prozent hinter steht. Maddie lässt sich nicht unter kriegen, obwohl sie überwacht wird. 
Besonders gut hat mir an ihr gefallen, wie sie die für uns alltäglichen Dinge, erst neu kennenlernen muss, da sie vieles wie, z.B. ein Lagerfeuer noch nie in echt gesehen hat.

Justin: Justin ist zuerst ein sehr geheimnisvoller Charakter. Er zeigt nicht, was er wirklich bezweckt und lässt Maddie am Anfang sehr im Dunkeln über seine Aktivitäten bei der Rebellion. Es kommt erst nach und nach raus, wieso er Kontakt zu Maddie aufgenommen hat und zeigt nichts über seine Gefühle, was zu einigen Missverständnissen führt. Zuerst konnte ich mich nicht so richtig was mit ihm anfangen, aber je mehr man über ihn erfährt, desto mehr versteht man ihn. Er ist fast ohne Eltern aufgewachsen, da diese schon immer Rebellen waren und musste schon früh alleine klar kommmen. Er steht hinter seinen Idealen und würde dafür alles tun.

Mr. Freeman: Maddies Vater ist der Begründer der Digital School und macht seiner Tochter das Leben schwer. Er ist meiner Meinung nach ein schrecklicher Vater, sie darf nie ihre Meinung äußern und muss so funktionieren, wie ihr Vater es will. Andere Meinungen akzeptiert er nicht. Nur seine Frau dringt ab und zu zu ihm durch. Mr. Freeman würde alles tun, damit er sich durchsetzt und seine Stellung im System behält. Da ist nicht mehr viel Raum für die Liebe zu seiner Tochter.

Mrs. Freeman: Maddies Mutter ist der krasse Gegensatz zu ihrem Vater. Sie liebt Bücher (Bücher dürfen nicht mehr auf Papier gedruckt werden) und vermisst vieles, von der Zeit vor der Digital School und unterstützt Maddie so gut es geht. Sie ist liebenswürdig und die einzige Person, der Maddie sich anvertrauen kann.

Der Schreibstil: 
Der Schreibstil ist einfach und flüssig. Man kann sich sehr schnell in die Geschichte einfinden. Allerdings fehlt mir da etwas der Tiefgang, da das Hauptaugenmerk zu nehmend auf der Liebesgeschichte liegt und mit dem eigentlichen Thema der Rebellion, irgendwann fast nichts mehr zu tun hat.

Das Cover:
Das Cover ist mir persönlich zu rosa. Ich finde es unpassend, dass Maddie darauf rosa Haare hat, da das nicht ihrer Haarfarbe entspricht.
 
Der Buchtitel:
Den deutschen Titel "Die Rebellion der Maddie Freeman" finde ich nicht so passend. Zwar hat sie mit 15 Jahren mal einen Akt der Rebellion getätigt, aber seitdem und auch nach dem Kennenlernen mit Justin, nicht wirklich viel zur Rebellion beigetragen. Bis zum Schluss hat sie sich nicht entschieden, wie sie den Rebellen helfen will.
Den Originaltitel "Awaken" finde ich viel passender, weil der das aussagt, was Maddie durchmacht, nachdem sie Justin trifft. Sie erwacht aus ihrer Computerwelt. Nimmt immer mehr die reale Welt in sich auf. Sie muss viele Sachen erst noch neu lernen, wie z.B. sich ein Sandwich zu machen und ihr Erwachen wird sehr gut geschildert.
 
Fazit:
Es ist ein nettes Buch für zwischendurch mit wenig Tiefgang, aber einer schönen Liebesgeschichte. Es regt zum Nachdenken an und man fragt sich, ob es möglich ist, dass irgendwann so eine Welt existiert.               


Sonntag, 19. Februar 2012

[Rezension] P.C.Cast-Tales of Partholon 1: Ausersehen

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Titel: Tales of Partholon 1: Ausersehen
Autor: P.C. Cast
Genre: Fantasy
Verlag: Mira Taschenbuch im Cora Verlag (April 2011)
ISBN: 978-3899418552
Broschiert: 528 Seiten
Preis: 9,95 €

Kurzbeschreibung:
Eben noch Lehrerin an der Highschool - und plötzlich in einer Welt, in der Shannon wie eine Göttin behandelt wird! In Partholon halten sie alle für die Hohepriesterin der mächtigen Göttin Epona. Auch wenn Shannon zunächst nicht begreift, wie sie in diese Welt geraten ist, versucht sie, es mit Humor zu nehmen. Bestimmt ist das alles nur ein Traum...Aber nicht einmal im Traum würde sie sich vorschreiben lassen, wen sie heiraten soll! Auch wenn dieser ClanFintan ihr noch so tief in die Augen schaut und sie sich noch so stark zu ihm hingezogen fühlt...Erst als Shannon von Visionen heimgesucht wird, beginnt sie zu begreifen, dass sie dazu auserwählt worden ist, Partholon zu retten. Sie muss die Menschen vor grausamen, vampirähnlichen Dämonen beschützen - und das kann sie nur mit ClanFintans Hilfe...
Quelle: Verlag



Rezension: 

In dem Buch geht es um die 35-Jährige Shannon Parker, die Englischlehrerin an der Highschool ist. Sie liebt Antiquitäten und geht regelmäßig zu Versteigerungen. So findet sie auch die Urne, die ihr Leben verändert. Sie fühlt sich von dieser Urne, auf der eine schöne Frau abgebildet ist, die ihr sehr ähnlich sieht, wie magisch angezogen. Als sie schließlich mit der Urne nach Hause fährt, passiert das Unmögliche: Sie gelangt nach Partholon. Auf einmal ist sie Hohepriesterin und soll direkt heiraten, obwohl sie nicht versteht, was mit ihr geschehen ist. So lernt sie ClanFintan kennen, der ein Zentaure ist. Diesen heiratet sie, weil ihr nichts anderes übrigbleibt. 
In Partholon sind Magie, die Göttin Epona und Zentauren lebendig und nach und nach versteht Shannon, dass Rhiannon den Platz mit ihr getauscht hat und was in Partholon vor sich geht.
Sie trifft auf bekannte Gesichter, die haargenaue Spiegelbilder ihrer Freunde und Bekannte sind.
Schließlich bekommt sie Visionen und beschließt Partholon zu retten.

Das Cover fande ich direkt ansprechend. Der lila Schriftzug mit dem generell lila gehaltenen Cover, wirkt sehr stimmig.

Am Anfang viel es mir sehr schwer mich mit der Hauptperson Shannon anzufreunden. Sie meckert viel über ihre Schüler  und wirkt irgendwie unausgeglichen. Als sie dann Partholon erreicht, ist alles anders und im Laufe der Geschichte, konnte ich mich in Shannon hineinversetzten und mochte sie immer lieber. Sie hat Humor und würde für ihre Liebsten alles tun. 
ClanFintan mochte ich von Anfang an, zuerst ist er noch sehr zurückhaltend, da er mit Rhiannon (Shannons Ebenbild) sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat, aber er ist loyal, ernst und stark, hat aber auch Humor und würde für Shannon alles riskieren. Er ist der typische Heldencharakter.


Zu Beginn des Buches, hätte ich es am liebsten wieder weggelegt. Irgendwie zog sich alles so dahin und da ich zu Shannon keinen Bezug aufbauen konnte, viel es mir sehr schwer weiter zu lesen. 
Das änderte sich dann aber, als sie in Partholon war. Die Welt und auch die Protagonisten, auf die sie traf, faszinierten mich. Der Teil ist wahnsinnig schön und detailliert erdacht. Ab da fing das Buch auch an interessant und sehr spannend zu werden, so dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Durch die vampirähnlichen Dämonen, die ganz Partholon bedrohen kann das Buch schließlich doch an Spannung und Action überzeugen, so dass man den finalen Kampf kaum abwarten kann.

Fazit:
Am Anfang ist es meiner Meinung nach ein zähes, langweiliges Buch, das aber im Laufe der Geschichte durch Spannung, Action, Humor und Gefühle überzeugen kann. Das Buch ist in sich abgeschlossen, es folgen aber noch weitere.
                             

Samstag, 18. Februar 2012

[Rezension] Jana Oliver - Die Dämonenfängerin

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Titel: Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist Hölle
Autor: Jana Oliver
Genre: Jugendbuch (ab 13 Jahren)
Verlag: Fischer FJB (September 2011)
ISBN:  978-3841421104
Gebundene Ausgabe: 537 Seiten
Preis: 16,95 €


Kurzbeschreibung:
Die siebzehnjährige Riley, einzige Tochter des legendären Dämonenfängers Paul Blackthorne, hat schon immer davon geträumt, in seine Fußstapfen zu treten. Jetzt ergreift sie die Chance, sich zu beweisen.
Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen größeren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäß den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.
Quelle: Verlag

Über die Autorin: 
Jana Oliver, geboren und aufgewachsen in Iowa, ist eine preisgekrönte Autorin. Sie ist am glücklichsten, wenn sie haarsträubende Legenden recherchiert, auf alten Friedhöfen umherwandert und neue Geschichten erträumt. Sie glaubt wirklich, dass sie den besten Job der Welt hat. »Aller Anfang ist Hölle« ist der erste Band ihrer neuen Serie ›Die Dämonenfängerin‹. Die Autorin lebt wie ihre Heldin Riley Blackthorne in Atlanta, Georgia.
Quelle: Verlag


Rezension:

Die Hauptperson Riley ist 17 und als Tochter des berühmten Dämonenfängers Paul Blackthorne als einziges Mädchen als Lehrling in der Zunft der Dämonenfänger zugelassen worden. Ihr Vater will sie eigentlich davon abbringen, aber davon möchte das zielstrebige Mächen nichts hören. Das Buch spielt in Atlanta im Jahr 2018. Die Städte sind bankrott und die Unterschiede von arm und reich gut sichtbar. Riley und ihr Vater sind durch die lange Krankheit ihrer Mutter hoch verschuldet und kommen gerade so über die Runden. 
Als ihr Vater von einem Dämonen getötet wird, bricht ihre ganze Welt auseinander. Als sei es noch nicht genug, dass sie auf einmal fast alleine da steht (der ehemalige Lehrling von ihrem Vater Denver Beck hilft ihr) und sie Totenwache bei ihrem Vater halten muss, damit er nicht als lebende Leiche über die Erde wandeln muss, zeigen die Dämonen ein ungewöhnliches Interesse an ihr. 
So nimmt ihr Leben ihren Lauf und sie bekommt einen Haufen Probleme.

"Die Dämonenfängerin" hat mich schon direkt vom Cover und der Grundidee angesprochen. Das Cover zeigt ein Mädchen, das Riley darstellen könnte, mit einer Glaskugel, die die Dämonenfänger als Waffe gegen die Dämonen verwenden. Es ist schlicht und nicht überladen, wie manch andere Cover. Die Grundidee ist abwechslungsreich und man kann einiges daraus machen.

Man wird zu Beginn direkt in die Handlung mit reingezogen und nicht erst seitenlang mit langweiligen Erklärungen genervt, was ich sehr ansprechend fande. Es ist zeitweise sehr tiefgründig, mysteriös und traurig, aber auch mit Humor und Witz gespickt. Die Dämonen sind abwechslungsreich und nicht jeder Dämon ist gruselig, vor allem die Rangniedrigen Dämonen haben einige witzige Eigenarten. Mir haben da besonders die Elstern gefallen, die es lieben glitzernde Sachen zu sammeln und eher im Verborgenen bleiben.
Die Handlung wird aus zwei Perspektiven geschildert, einmal die von Riley und einmal die von Beck. Dies ist meiner Meinung nach gut geglückt, da ich mich so in beide Protagonisten und ihre Gefühle sehr gut hineinversetzten konnte.

Riley als Protagonistin finde ich sehr gelungen. Sie ist willenstark, sehr tough und intelligent und möchte allen Beweisen, dass sie als Mädchen auch was drauf hat. Sie ist etwas frech und auf keinen Fall auf den Mund gefallen, aber zwischendurch noch sehr pubertär. Ihre permante Undankbarkeit Beck gegenüber ist zeitweise nur unfair. Klar, er ist auch nicht immer nett, aber trotzdem hat er sich gekümmert. 
Beck ist ebenfalls ein interessanter Charakter. Er zeigt seine Gefühle nur selten, kümmert sich aber gut um Riley und hat ihren Vater quasi verehrt. Er ist stark und selbstsicher.
Rileys Freund Simon fande ich etwas gewöhnungsbedürftig, da er irgendwie unnahbar wirkt. Er redet oft nur wenig und scheint in seiner eigenen kleinen Welt zu sein und wirkt langweilig.
Auch Rileys bester Freund Peter ist meiner Meinung nach nicht ganz gelungen, da er sich wegen seiner Mutter eigentlich nie richtig mit Riley treffen kann und fast nur über das Telefon mit ihr kommuniziert. Mit fortschreitender Handlung fällt er immer weiter in den Hintergrund und wirkt einfach nicht wie ein bester Freund.

Das einzige richtige Manko, was dieses Buch meiner Meinung nach hat, ist die Übersetzung. Im Original wollte die Autorin, dass Beck vor allem "Jugendsprache" spricht. Da ist im Deutschen dann "Willste, tuste, etc." draus geworden, was mich an sich nicht so gestört hätte, aber das englische "Yeah" wurde beibehalten. Dieses "Yeah" fande ich sehr irritierend un zeitweise wurde das einfach zu oft geschrieben. Ein einfaches "Ja" hätte zu der Handlung und ins Deutsche besser gepasst.
Das Schlimmste ist, das Meister Angus Stewart (im Original spricht er wie ein Schotte) Sätze wie : " Die Stadt muss sehen, dass es uns noch geben tut" (Seite 514) sagt und das am laufenden Band. Sowas ist kein richtiges Deutsch (auch wenn das in machen Gegenden so gesprochen wird) und das so zu lesen, viel mir richtig schwer.
Der Schreibstil an sich ist gut zu lesen. Er wirkt flüssig und die Geschichte ist gut durchdacht.

Fazit:
Die Dämonenfängerin ist ein gelungener Auftakt, wenn man über die Übersetzungsmängel hinwegsieht. Die Story ist mal was anderes und man langweilt sich beim Lesen nicht, da die Story zügig voranschreitet.