Samstag, 29. September 2012

[Rezension] Barbara Laban- Im Zeichen des Mondfestes

Barbara Laban: Im Zeichen des Mondfests
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Titel: Im Zeichen des Mondfestes
Autor: Barbara Laban
Genre: Kinder- und Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 11-13 Jahre)
Verlag: Carlsen Verlag GmbH (September 2012)
ISBN: 978-3551520487
Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
Preis: 12,95 €

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Kurzbeschreibung laut Amazon:

O nein! Sienna muss umziehen, ausgerechnet nach China. Alles ist Sienna fremd hier, ihr Vater ist ständig unterwegs und die Haushälterin Ling quält sie mit chinesischen Schriftzeichen und seltsamem Essen. Doch dann entdeckt Sienna einen unfassbaren Betrug und plötzlich ist sie auf der Flucht - in einem Land, dessen Sprache sie nicht versteht. Zum Glück hat sie den Jungen Langlang an ihrer Seite und Rufus, ihren unsichtbaren Hund. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was Lings kriminelle Machenschaften und das Verschwinden von Siennas Mutter vor einiger Zeit miteinander zu tun haben. Und die Spur führt sie zum Tempel des duftenden Bergs ...
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Barbara Laban, Jahrgang 1969, studierte Sinologie und Japanologie in München, London und Taipei. Anschließend zog sie nach Amsterdam und arbeitete dort unter anderem als Studienleiterin am Zentrum für chinesische Medizin. Nach einem längeren Aufenthalt in China war sie in den letzten Jahren als Übersetzerin für Fachliteratur der traditionellen chinesischen Medizin tätig. "Im Zeichen des Mondfests" ist ihr erstes Kinderbuch. Heute lebt Barbara Laban mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern in London.
Quelle: Verlag


Rezension
 
Die Geschichte:
Nachdem Siennas Mutter schon Monate vermisst wird, muss sie mit ihrem Vater nach China ziehen. Ihr Vater muss da arbeiten und hat nur noch wenig Zeit für sie. Sie ist alles andere als glücklich darüber in ein völlig fremdes Land zu ziehen. Und als ob das noch nicht genug wäre, kümmert sich die unfreundliche Haushälterin Ling um sie. Als Sienna eine unglaubliche Entdeckung macht, muss sie fliehen. Zum Glück hilft ihr der Junge Langlang, der ihre Mutter zu kennen scheint und eine abenteuerliche Reise beginnt. Untersützt wird Sienna auch durch ihren unsichtbaren Hund.

Zu Beginn lernt man Sienna kenne, die auf dem Weg nach China ist. Der Einstieg ist sehr leicht möglich und man ist direkt in der Geschichte drin.

Mir gefällt der Handlungsort China sehr gut, weil mich die asiatischen Länder schon lange interessieren. Das ist hier gut umgesetzt. Neben der Haupthandlung tauchen immer wieder Aspekte aus China auf, wie z.B. die Schriftzeichen. 
Die Idee mit den unsichtbaren Tieren, die Kinder begleiten und ihnen helfen, hat mich zuerst irritiert, aber dann habe ich diese Tiere als große Bereicherung der Handlung und als faszinierend empfunden. Die Umsetzung der unsichtbaren Tiere ist zauberhaft und vielfältig. Dazu ist hier das Thema Freundschaft sehr wichtig und das Buch vermittelt wichtige Werte.
Die Spannung baut sich nach und nach auf und es macht Spaß Sienna bei ihrer Suche nach ihrer Mutter zu begleiten. Es ist ein nettes Buch für zwischendurch und vor allem für junge Leser lesenswert.


Die Protagonisten:   
Sienna muss man einfach ins Herz schließen. Von der ersten Seite habe ich mit dem Mädchen mitgefühlt. Sie trauert um ihre Mutter, gibt aber nie die Hoffnung auf, dass sie noch lebt und akzeptiert sogar, dass ihr Vater nie Zeit für sie hat. Sie ist ein liebes und tapferes Mädchen, dass es nicht leicht hat, da sie zu Beginn noch nicht einmal viel chinesisch sprechen kann. Sie ist sehr glaubhaft, authentisch und wunderbar ausgearbeitet, so dass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.
Langlang schließt sich Sienna an, da er ihre Mutter gekannt hat und sein bester Freund, den er als großen Bruder bezeichnet, mit ihr verschollen ist. Gemeinsam geben sie nicht auf und er ist mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen. Er hatte eine schwere Kindheit, hat sich aber nie entmutigen lassen. Er ist ebenfalls ein gut ausgearbeiteter Protagonist.
Die unsichtbaren Tiere sind mein Highlight in dem Buch gewesen und haben mich des Öfteren zum schmunzeln gebracht.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist einfach und locker gehalten. Dabei aber spannend, zauberhaft, lebendig und emotionsreich.

Die Handlung wird aus Siennas Sicht geschildert (personaler Erzähler). 


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover gefällt mir richtig gut. Es passt zu China und zu der Handlung, ist stimmig und richtig schön.
Der Titel passt ebenfalls gut zu der Handlung, weil das Mondfest eine große Bedeutung hat.


Fazit: 
Mir hat "Im Zeichen des Mondfestes" gut gefallen. Es ist ein zauberhaftes Kinderbuch und es lohnt sich das Buch zu lesen.
 

Vielen herzlichen Dank an Buchbotschafter und dem Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. 

Hintergrundinformationen:
- Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
- Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick


Donnerstag, 27. September 2012

[Neuzugänge] aber nur drei ;)

Dieses Mal haben mich drei Bücher erreicht. 
"Dark Inside" von Jeyn Roberts habe ich günstig bei Ebay bekommen. Es ist mal wieder eine Dystopie und ich freue mich schon darauf (wenn ich jemals Zeit dafür finde). ;)
"Firelight" von Sophie Jordan habe ich mir ertauscht.
Und zu guter Letzt "White Horse" von Alex Adams, eine düstere Dystopie, die mir wahnsinnig gut gefällt (ich habe bisher die Hälfte gelesen). Das Buch habe ich für eine Leserunde bei Lovelybooks gewonnen. Hier kommt ihr zu der Leserunde: Klick

Kennt einer von euch die Bücher und wenn ja, wie haben sie euch gefallen?


Kurzbeschreibung "Dark Inside"
Aries kämpft sich nach einem Erdbeben durch zerstörte Straßen. Clementine überlebt als Einzige ein Blutbad in der Gemeindehalle. Mason verliert all seine Freunde bei einem Bombenanschlag. Michael entkommt nur knapp dem Amoklauf zweier Polizisten. Vier Jugendliche kämpfen in einer postapokalyptischen Welt um ihr Überleben. Sie können niemandem trauen. Nicht einmal sich selbst. Erdbeben verwüsten ganze Kontinente, zerstören Städte und Häuser. Doch etwas regt sich, was tausendmal schlimmer ist: eine dunkle Kraft, die Menschen in rasende Bestien verwandelt. Wer nicht befallen wird, kämpft um sein Leben. Keiner kann den Monstern entkommen, denn sie sind mitten unter uns: ein Freund, ein Familienmitglied, ein Kind. Ihre Tarnung ist perfekt.

Kurzbeschreibung "Firelight"
Als sie Will zum ersten Mal sieht, flieht Jacinda vor dem Jungen mit den haselnussbraunen Augen.Denn sie hat ein Geheimnis: Sie ist eine Draki, ein Mädchen, das sich in einen Drachen verwandeln kann. Nur in ihrem Rudel, hoch oben in den Bergen, glaubt sich Jacinda sicher. Sicher vor den Drachenjägern, die es auf ihre schillernde Haut und ihr purpurfarbenes Blut abgesehen haben.
Doch im Rudel braut sich Unheil zusammen. Hat es damit zu tun, dass Jacinda den gut aussehenden Cassian, den zukünftigen Leitdrachen, heiraten soll?
Ihre Mutter verschweigt ihr etwas, als sie bei Nacht und Nebel das Dorf verlassen. Todunglücklich beginnt Jacinda ein neues Leben. Da trifft sie Will wieder und Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn. Aber ihre Liebe darf nicht sein denn Will ist ein Drachenjäger.

Kurzbeschreibung "White Horse"
Eine Welt, die alle Hoffnung verloren hat. Eine junge Frau, die ihr ungeborenes Kind beschützen muss. Ein uraltes Geheimnis, das für uns alle zur tödlichen Gefahr wird … Dies ist die Legende vom Ende unserer Welt – und unserer Zukunft danach. Fesselnd erzählt in Vor- und Rückblenden, wurde »White Horse« über Nacht zum Bestseller. Die junge Zoe entdeckt in ihrer Wohnung ein merkwürdiges Glasgefäß, dessen Herkunft sie sich nicht erklären kann. Es enthält ein furchtbares Geheimnis. Denn als Zoe den Behälter öffnet, breitet sich eine geheimnisvolle Seuche aus, »White Horse«. Unzählige Menschen sterben, das Ende aller Zeiten scheint gekommen. Zoe verliert nicht nur ihre Familie, sondern auch ihren geliebten Nick, der verschwunden ist. Und sie stellt fest, dass sie von ihm schwanger ist. Auf sich allein gestellt, zählen für Zoe bald nur noch zwei Dinge – wird sie Nick wiederfinden, um das Geheimnis von »White Horse« zu lüften? Und wie kann sie ihr ungeborenes Kind in einer Welt beschützen, die dem Tod geweiht ist?

Samstag, 22. September 2012

[Rezension] Marie Lu- Legend: Fallender Himmel

Bildquelle
Titel: Legend- Fallender Himmel
Originaltitel: Legend
Autor: Marie Lu
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-17 Jahre)
Verlag: Loewe (September 2012)
ISBN: 978-3785573945
Gebundene Ausgabe: 363 Seiten
Preis: 17,95 €
 
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Kurzbeschreibung:

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende! Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen. Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders? Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist. "Fallender Himmel" ist der erste Band der Legend-Trilogie. 
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Marie Lu wurde 1984 in Shanghai geboren und lebte für einige Zeit in Texas, bevor sie an der University of South California studierte. Vor ihrem Erfolg als Autorin arbeitete sie als künstlerische Leiterin bei einem Unternehmen, das Videospiele produziert. 
Quelle: Verlag


Rezension
 
Die Geschichte:
In einer dystopischen Welt, die im Krieg lebt, wachsen June und Day ganz unterschiedlich auf. June wird als Agentin ausgebildet und hat die Aufgabe Verbrecher und Menschen, die gegen das Regime der Republik arbeiten zu finden und zu töten. Day dagegen ist der meistgesuchte Verbrecher der Republik. Als dann Junes geliebter Bruder von Day bei einem Einbruch in ein Krankenhaus getötet wird, heftet sie sich an seine Spur, angetrieben durch den Wunsch nach Rache und Vergeltung. Als sie ihn aber gefunden hat, scheint nicht alles so zu sein, wie sie gedacht hat.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Als Leser lernt man das Leben von June und Day kennen und ich hatte keinerlei Probleme mir das Setting der Handlung vorzustellen. Es spielt in Los Angeles im Jahre 2130. Und es ist sehr überzeugend dargestellt, wie unterschiedlich die armen und die reichen Menchen dort leben. Alles wirkt glaubhaft und authentisch.
Die Mischung aus einer Agentengeschichte und einer Dystopie, hat mir sehr gut gefallen. Dabei war es sehr faszinierend Junes Weg zu Day zu verfolgen und wie sie ihm näher kommt. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Hauptfokus erst einmal auf dem Schicksal von June und Day liegt und nur nebensächlich die Machenschaften der Regierung auftreten. Das bietet mal eine erfrischende Abwechslung zu den Dystopien, die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Die Handlung hat mich von Beginn an gepackt und nimmt im weiteren Verlauf immer mehr Tempo auf und ist durchweg spannend. Dazu gab es ein paar überraschende Wendungen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Zwar verrät die Kurzbeschreibung schon einiges, was ich etwas schade finde, aber dennoch hat es mir gefallen zu sehen, wie es dazu kommt und was im einzelnen dazu führt.
Wie in vielen Jugendbüchern gibt es auch ein paar Liebesszenen, aber die sind eher hintergründig und fügen sich perfekt in die Haupthandlung ein.
Leider bleiben noch viele Aspekte und Hintergründe offen und nicht alle Fragen sind am Ende geklärt, was aber nicht so sehr ins Gewicht fällt, da es ein Auftakt ist und ich denke, dass im Folgeband mehr Aufklärung erfolgt.

Die Protagonisten:   
June ist super intelligent, hübsch, hat eine starke Persönlichkeit und tut alles für ihre Überzeugungen und obwohl sie hinter der Regierung steht, bleibt sie stets kritisch und bildet sich ihre eigene Meinung. Sie verändert sich sehr in dem ganzen Buch und revidiert ihre Ansichten, aber erst nachdem sie Beweise hat. Das hat mir gut gefallen, weil ich so ihren Sinneswandel gut nachvollziehen konnte.
Day, der ein Leben als Verbrecher führt, ist mir direkt sympathisch gewesen, da er sich stets um andere sorgt und für seine Familie alles riskiert. Mir gefällt es, wie er die Regierung zunächst fünf Jahre an der Nase herumführt und sich nicht unterkriegen lässt.
An sich sind beide Protagonisten sehr gut und authentisch ausgearbeitet, wirken aber für fünfzehn Jahre vielleicht etwas zu reif und erwachsen, was aber an dem Leben liegen kann, was sie führen. Immerhin müssen die Kinder dort auch früher arbeiten und somit einfach früher erwachsen werden, so dass mich dieser Aspekt nicht gestört hat.
Auch die Nebenprotagonisten haben mir gut gefallen, da sie sich gut in die Gesamthandlung eingefügt haben.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist jugendlich, einfach gehalten, spannend, emotionsreich und schnell zu lesen. Da es nur wenige unbekannten Begriffe gibt, fällt es einfach leicht einen Zugang zu der Geschichte zu bekommen.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von June und Day beschrieben. Das habe ich als sehr angenehm empfunden, da ich so noch näher am Geschehen und der Gefühlswelt der Protagonisten dran war und noch mehr in die Welt des Buches versinken konnte. 


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist völlig nach meinem Geschmack und besticht durch seine Schlichtheit. Durch das Gold springt es aber auch direkt ins Auge. 
Dazu ist der Titel ansprechend und gibt Stoff zum Nachdenken.


Fazit: 
Ich kann den Hype, den es um dieses Buch gibt, völlig nachvollziehen. "Legend" hat mich restlos begeistert und ich freue mich auf die Fortsetzung.


Vielen herzlichen Dank an Literaturschock und dem Loewe-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.






 

 Hintergrundinformationen:
- Hierbei handelt es sich um den 1. Band einer Trilogie.
- Band 2 mit dem Namen "Prodigy" erscheint im Original am 29.01.2013.
- Hier findet ihr dir deutsche Homepage zum Buch: Klick
- Hier findet ihr eine Leseprobe: Klick
- Hier findet ihr die Homepage von Marie Lu: Klick








Auf dem Blog von Amelie gibt es eine tolle Aktion zu dem Hype des Monats.
Hier findet ihr den Link: Klick

Freitag, 21. September 2012

[Rezension] Rainer M. Schröder- Liberty 9: Sicherheitszone

Bildquelle
Titel: Liberty 9- Sicherheitszone
Autor: Rainer M. Schröder
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 12-15 Jahre)
Verlag: cbj (August 2012)
ISBN: 978-3570154649
Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Preis: 18,99 €

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Kurzbeschreibung:
Die Zukunft hat schon begonnen.
Kendira beherrscht die Regeln. Liberty 9, das riesige Valley samt der beeindruckenden Lichtburg, in der 200 junge Auserwählte leben, ist ihr Zuhause. In völliger Abgeschiedenheit und umgeben von undurchdringlichen Schutzanlagen, leben die so genannten Electoren nach einem vorgegebenen Tagesrhythmus: Morgenappell, Unterricht, hochkonzentrierte computeranimierte Trainings. Kendira glaubt zu wissen, warum. Sie trainiert für einen höheren Zweck – doch nicht alle in Liberty 9 sind so privilegiert wie sie. Der junge Dante ist kaum mehr als ein Sklave. Kendira darf er sich eigentlich gar nicht nähern, doch eine unwiderstehliche Anziehungskraft bringt die beiden zusammen. Dantes Zweifel am grausamen System machen auch Kendira misstrauisch – und bringen beide in größte Gefahr. Denn Liberty 9 ist sicher – todsicher.
Quelle: Verlag

Über den Autor:

Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, ist einer der profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile führte, lebt er heute mit seiner Frau in den USA.
Quelle: Verlag

Rezension
 
Die Geschichte:
Die Geschichte spielt 59 nach dem Großweltenbrand, der das Leben auf der Erde für immer verändert hat.
In Liberty 9, einer Sichereitszone abgeschieden von anderen Menschen, leben Kendira und ihre Freunde. Ihr größtes Ziel ist bei ihrem Training nach strengen Regeln eine der Besten zu werden und später im Lichttempel zu dienen. Doch was ihre Aufgabe da sein wird, weiß sie nicht. Als sogenannte Electorin glaubt sie zu den Auserwählten zu gehören.
Neben des Electoren gibt es aber noch die sogenannten  Servanten. Die Servanten sind weniger privilegiert und erledigen die schweren Arbeiten und bedienen die Electoren. Für Kendira ist die Welt in Ordnung, doch eines Tages trifft sie Dante, einen Servanten und ihre ganze Weltanschauung gerät aus den Fugen. Denn obwohl sie eigentlich nicht mit ihm sprechen dürfte, fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Er ist nicht überzeugt von dem grausamen System in Liberty 9 und hinterfragt vieles, so dass auch Kendira misstrauisch wird.

Zu Beginn lernt man als Leser nach und nach das Leben der Electoren kennen. Diese auserwählten Menschen müssen eine strenge Ausbildung mit strengen Regeln über sich ergehen lassen. Es gibt viele unbekannte Begriffe, die nach und nach beleuchtet werden. Am Anfang hatte ich damit ein paar Probleme, weil ich die Zusammenhänge nicht verstehen konnte. Es gab sehr viele fehlende Informationen, die mir die ersten Seiten erschwert haben, so dass das Buch zuerst keine leichte Lektüre ist. Liberty 9 ist an sich eine recht anspruchsvolle Dystopie, in der man sich erst einmal einfinden muss.

Als die Begriffe und das System, dass hinter der Sicherheitszone steckt, erklärt sind, habe ich einen guten Einstieg in das Leben von Kendira und ihren Freunden erhalten. Nach und nach hat alles Sinn gemacht und sich zu einem gut ausgeklügelten Gesamtbild zusammengefügt.
Es gibt einige interessante Aspekte in dem Buch, die zum Nachdenken anregen, wie z.B. das totalitäre System, dass an der Bibel und dem kirchlichen Glauben orintiert ist. Hier wird wieder deutlich, wie leicht man Menschen doch beeinflussen kann. Vor allem, wenn sie es von klein auf so kennen. Auf mich hat die ganze Sicherheitszone oft wie eine große Sekte gewirkt. Die Idee ist fasziniernd und erschreckend. Die Menschen in Liberty 9 werde dazu hart bestraft, wenn sie sich nicht an die Regeln halten. Diese Bestrafungen sind grausam und zeigen dem Leser schnell, dass in der Sicherheitszone nicht alles blumig ist, obwohl die Electoren eigentlich ein gutes Leben führen.
Die Handlung ist insgesamt sehr spannend und es gibt vor allem zum Schluss viele überraschende Wendungen, die mich in ihren Bann gezogen haben.
Das Ende ist schlüssig und macht Lust auf den Folgeband.
Es bleiben aber insgesamt noch viele Fragen offen, die hoffentlich in den nächsten Bänden geklärt werden.

Die Protagonisten:   
Kendira ist zu Beginn noch die blind gehorchende Electorin, die mit ihrem Leben zufrieden ist und nicht den Drang hat mehr über die Hintergründe zu wissen. Sie wirkt naiv und manchmal auch etwas unterkühlt. Durch Dante entwickelt sie Zweifel und sie verändert sich sehr. Ich finde allerdings, dass sie etwas zu schnell auf Dante hört, wenn man bedenkt, dass sie fest an Liberty 9 und ihre Bestimmung geglaubt hat. Dennoch ist sie mir schnell sehr sympathisch geworden. Sie ist eine eindrucksvolle Protagonistin, die nicht nur an sich selber denkt.
Carson ist schon länger in Kendira verliebt und ebenfalls ein Elector. Er glaubt ebenfalls fest an das System, ist aber ein angenehmer Protagonist, der die Geschichte bereichert.
Dante ist mir von der ersten Seite an ans Herz gewachsen. Er lässt sich nicht unterkriegen oder vom System täuschen, ist wissbegierig und stets kritisch. Mir hat es sehr gut gefallen, wie er mit Kendira in Kontakt getreten ist.
Alle Protagonisten sind sehr gut und authentisch ausgearbeitet.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist insgesamt angenehm zu lesen und sehr detailliert. Zwar ist der Beginnn mit vielen unbekannten Begriffen erst einmal schwierig, aber wenn man das überwunden hat, ist der Schreibstil einfach und flüssig zu lesen.
Die meiste Zeit wird die Handlung aus Kendiras Sicht geschildert (personaler Erzähler), es gibt aber auch Passagen aus der Sicht einer der Oberen, die über Liberty 9 herrschen. Diese Passagen haben mir gut gefallen, da sie mich sehr neugierig auf den weiteren Verlauf der Handlung gemacht haben.
 
Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover ist an sich ein richtiger Hingucker, die Farben sind toll und passen zu dem Auge des Mädchens. Allerdings mag ich generell nicht mehr viele Cover, die ein Mädchengesicht tragen, weil es zu viele davon gibt.
Der Titel passt sehr gut zu dem Inhalt und hatte mich neugierig gemacht.


Fazit: 
Alles in allem handelt es sich hierbei um eine gute, spannende und faszinierende Dystopie, bei der man sich von dem Anfang nicht abschrecken lassen darf. Ich freue mich schon auf den 2. Band.


Vielen herzlichen Dank an den cbj-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Hintergrundinformationen

- Hierbei handelt es sich um den Auftakt einer Dilogie.
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- Hier findet ihr ein Interview mit dem Autor: Klick 
- Hier findet ihr die Homepage des Autors: Klick

Donnerstag, 20. September 2012

[Rezension] Frances G. Hill- Drachenhaut

Bildquelle
Titel: Drachenhaut
Autor:  Frances G. Hill
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 12-15 Jahre)
Verlag: arsEdition (Juli 2012)
ISBN: 978-3760784533
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 18,99 €

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Kurzbeschreibung:
Böse Gerüchte schwirren unaufhaltsam durch das Land Mohor: Der Naga, der Gott der Schlangen, soll den Kronprinzen verflucht haben. Gibt es Rettung für den stolzen jungen Mann? Fernab der höfischen Ängste und Ränke wächst unterdessen das Waisenkind Lilya behütet im Haus ihres Großvaters auf. Ihr Leben ändert sich jedoch von Grund auf, als auch ihr eines Tages der Naga erscheint. Warum greift der Schlangengott in Lilyas Schicksal ein? Als plötzlich feine Zeichnungen auf ihrer Haut erscheinen, wird das junge Mädchen zu einer Gejagten, deren Schicksal mit dem des Prinzen auf geheimnisvolle Weise verwoben ist und der eine magische Vewandlung bevorsteht. Der neue fantastische Roman der Autorin von "Sturm im Elfenland" entführt in eine Welt in der die Götter über das Schicksal der Menschen bestimmen mitreißend, geheimnisvoll, sinnlich!
Quelle: Verlag

 

Rezension
 
Die Geschichte:
"Drachenhaut" beginnt mit einem Prolog, der eine Wette zwischen dem Naga, dem Gott der Schlangen und der Fürstin der Feen zeigt. Diese Wette wird das Leben des Kronprinzen des Landes Mohor für immer verändern. So wird er verflucht und muss fortan als Panther oder hirnloser Zwerg leben und nur ein Tag ist ihm dazwischen als Mensch vergönnt. 
Zur gleichen Zeit wächst das Waisenkind Lilya bei ihrem Großvater auf, der ein großer Magier ist. Von klein auf ist Lilya anders, als ihre Verwandten. Sie hat dunkle Haut und Narben enstellen sie. Doch als eines Tages Zeichen auf ihrer Haut erscheinen, wird alles anders und sie muss fliehen um zu überleben. Und zu allem Überfluss scheint sie etwas mit dem Kronprinzen und dem Naga zu verbinden. 

Der Einstieg in das Buch ist mir etwas schwer gefallen. Zwar ist der Prolog interessant und hat schon mal einen groben Überblick darüber gegeben, wie die Geschichte verlaufen könnte, aber die vielen seltsamen Namen und Begriffe haben mich doch erst sehr verwirrt. Ich brauchte etwas Zeit um mich in die Geschichte einzufinden und ein Bild zu bekommen, in welchem Setting sich die Handlung abspielt. Nachdem mir das gelungen ist, bin ich völlig in die Welt des Buches eingesunken.

Die ganze Handlung und das Königreich haben einen orientalischen Hauch, was mir sehr gut gefallen hat, weil es mal etwas anderes ist. Es ist insgesamt sehr atmosphärisch und besticht durch eine große Liebe zum Detail. 
Die Handlung baut sich langsam auf und es gibt immer wieder Spannungshöhepunkte und überraschende Wendungen. Mir wurde zu keiner Zeit langweilig. Dabei beschreibt das Buch einen langen Zeitraum und es passiert insgesamt sehr viel. Die Handlung ist gut ausgeklügelt und es ist völlig nach meinem Geschmack, dass es hier Magier, Drachen, Götter, Gestaltwandler und Flüche gibt. Die Mischung passt gut zusammen und alles wirkt gut durchdacht. Dabei wirkt die Geschichte in keinster Weise abgekupftert, sondern hat ihren ganz eigenen Reiz und ist originell.

Die Protagonisten:   
Lilya ist eine Protagonistin, die mir direkt ans Herz gewachsen ist. Sie ist zwar zu Beginn etwas hochnäsig und von Vorurteilen geprägt, aber sie trägt ihr schweres Schicksal mit Würde und entwickelt sich im Laufe der Handlung sehr stark. Nach und nach erfährt man als Leser mehr über sie und ihre Vergangenheit und begleitet sie auf ihrem schweren Weg.
Der Kronprinz Massinissa wird durch einen Fluch zum Panther Amayyas oder zum Zwerg Massin. Die verschiedenen Namen haben mich da etwas durcheinander gebracht, aber ich habe schnell Sympathie für ihn entwickelt und musste einfach mit ihm mitfühlen.
Diese beiden Protagonisten sind sehr detailliert und gut ausgearbeitet, alle anderen Protagonisten bleiben leider etwas schwach beleuchtet.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist für ein Jugendbuch recht außergewöhnlich und erinnert etwas an ein Märchenbuch. Die Sprache und Begriffe, die verwendet werden, wirken etwas altertümlich und man muss sich beim Lesen konzentrieren um den Inhalt zu verstehen. Er ist also nicht ganz so einfach, passt aber gut zu dem Gesamtbild des Buches, so dass es mich nicht gestört hat. Dazu ist der Schreibstil bildhaft, fesselnd, emotionsreich und einfach fantastisch.

Die Geschehnisse werden hauptsächlich aus der Perspektive von Lilya geschildert (personaler Erzähler). Es gibt aber auch einige Perspektivwechsel, bei denen die häufigeren die Sicht des Kronprinzen Massinissa zeigen. Das hat mir gut gefallen, da man als Leser so ein besseren Gesamtüberblick erhält. 


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover passt sehr gut zu der Handlung und wirkt stimmig und wunderschön. Es ist ein Blickfänger.
Der Titel passt ebenfalls gut zu der Handlung, da Drachenhaut in dem Buch eine große Bedeutung hat.


Fazit: 
Mich hat "Drachenhaut" nach anfänglichen Problemen in seinen Bann gezogen und  mir trotz einiger kleinerer Schwächen ein großes Lesevergnügen geboten. Die Handlung ist originell und das Buch hat seinen ganz eigenen Reiz.

 

 
Vielen herzlichen Dank an den arsEdition-Verlag und Blogg dein Buch für das Rezensionsexemplar.

Hintergrundinformationen:

- Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
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Dienstag, 18. September 2012

[Rezension] Cornelia Funke- Reckless: Lebendige Schatten

Bildquelle
Titel: Reckless- Lebendige Schatten
Autor: Cornelia Funke
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-16 Jahre)
Verlag: Dressler (September 2012)
ISBN: 978-3791504896
Gebundene Ausgabe: 411 Seiten
Preis: 19,95 €
 
Kurzbeschreibung:
Das dunkle Märchen geht weiter. Jacob Reckless düstere Abenteuer gehen weiter. Seinen Bruder Will hat er retten können, doch der Preis war hoch. Wird sich die Motte auf seiner Brust, Zeichen des Feenfluchs, lösen und zu ihrer Herrin fliegen, ist Jacob dem Tode geweiht. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt und ein Wettkampf mit dem Goyl Nerron um den einen Schatz. Er kann die Welt auf der anderen Seite des Spiegels ins Verderben stürzen und ist doch Jacobs einzige Rettung. Gemeinsam mit dem Mädchen Fuchs kämpft Jacob nicht nur um sein Leben. Der zweite Band der Spiegelwelt-Reihe von Bestseller-Autorin Cornelia Funke eine verzauberte Sprach- und Märchenwelt! 
Quelle: Verlag
 

Über die Autorin: 

Cornelia Funke ist die international erfolgreichste und bekannteste deutsche Kinderbuchautorin. Heute lebt sie in Los Angeles, Kalifornien, doch ihre Karriere als Autorin und Illustratorin begann in Hamburg. Nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium arbeitete sie als freischaffende Kinderbuchillustratorin. Da ihr die Geschichten, die sie bebilderte, nicht immer gefielen, fing sie selbst an zu schreiben.

Quelle: Verlag


Rezension
 
Die Geschichte:
Die Geschichte schließt fast nahtlos an den Geschehnissen des ersten Bandes "Reckless- Steinernes Fleisch" an. Jacob hat Will von seinem Fluch befreit und muss dafür einen hohen Preis zahlen. Eine Motte befindet sich auf seiner Brust und wenn sie ihn sechs mal gebissen hat, fliegt sie zu ihrer Herrin, einer Fee, zurück und Jacob muss sterben. Jetzt macht er sich auf die Suche nach einem Gegenmittel. Fuchs ist wie immer an seiner Seite. Doch die Zeit rennt und er ist nicht als einziger interessiert an dem Gegenstand, der vielleicht sein Leben retten kann. Der Goyl Nerron ist ihm dicht auf den Fersen.

Nachdem ich Band eins gelesen habe, hat es mich davor gegraut, Band zwei in die Hand zu nehmen. Meine Rezension ist alles andere als positiv ausgefallen und so habe ich befürchtet, dass mich auch dieser Band enttäuscht zurücklassen würde. Mein einziger Grund es zu lesen war, dass ich es als Leseexemplar bekommen habe. Ich bin niemand, der Leseexemplare positiv bewertet, auch wenn mir das Buch nicht gefallen hat, wie jetzt vielleicht manche Leser meiner Rezension denken mögen.

Zum Glück hat mich der zweite Band überrascht und ich bin froh ihm eine Chance gegeben zu haben.

In diesem Band gibt es sehr viele überraschende Wendungen, die mir beim Vorgänger einfach gefehlt haben. Es ist spannend und hat mich sehr schnell fesseln können. Der Plot hat mir sehr gut gefallen und er ist dieses Mal nicht so überladen mit Märchenfiguren. Zwar gibt es auch hier viele Märchenfiguren und Legenden, aber es ist viel besser ausbalanciert, als in Band eins. Ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass es zu überladen ist, sondern habe die Verknüpfungen genossen.

Zwar fehlen mir immer noch die Hintergründe und Erklärungen zur Enstehung der Spiegelwelt, aber da das Gesamtbild mir gut gefallen hat, habe ich es als nicht allzu schlimm empfunden.
Die einzelnen Kapitel sind etwas länger als beim Vorgänger und somit wirkt die ganze Handlung nicht so abgehackt und ich konnte mich viel besser darauf einlassen.
Das Ende ist grandios und lässt viele Fragen offen, die hoffentlich auf einen dritten Band hinweisen.

Die Protagonisten: 

Auch mit den Protagonisten konnte ich mich viel besser anfreunden, als beim Vorgänger und ich habe permanent mit ihnen gefühlt und auch die Handlungen nachvollziehen können.
Fuchs, die ich schon vorher gemocht habe, ist mir hier richtig ans Herz gewachsen und man erfährt endlich mehr über ihre Vergangenheit, was ihr viel mehr Tiefe verleiht. Ihre ganze temperamentvolle und liebenswerte Art hat mich völlig überzeugt. Dazu entwickelt sie sich von der Füchsin zur Frau, was sie noch sympathischer macht.
Auch Jacob habe ich viel mehr ins Herz geschlossen und konnte mich viel besser auf sein Schicksal einlassen. Er entwickelt sich zu Band eins und auch in dem Buch macht er noch charakterliche Entwicklungen durch und merkt, was wirklich wichtig ist.
Selbst den Goyl Nerron habe ich irgendwie ins Herz geschlossen, was wohl daran liegt, dass er oft untypisch für einen Goyl handelt.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist emotionaler, als beim Vorgänger, eingängig und leicht zu lesen. Vor meinen Augen ist die Spiegelwelt lebendig geworden, auch wenn der Schreibstil zeitweise noch an ein Märchen erinnert und weiterhin durch häufige Perpektivwechsel (personaler Erzähler) besticht.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover passt zum Vorgänger und perfekt zu der Handlung, da es die Motte, die auf Jacobs Brust sitzt und den Spiegel zeigt. Es wirkt stimmig und ist völlig nach meinem Geschmack.
Der Titel passt ebenfalls recht gut und macht neugierig.


Fazit: 
Wer Band eins gemocht hat, wird Band zwei lieben. Wer von Band eins enttäuscht war, sollte Band zwei zumindest eine Chance geben. Mich hat das Buch positiv überrascht und ich bin froh, es gelesen zu haben.



Vielen herzlichen Dank an den Dressler-Verlag für das Leseexemplar.





Hintergrundinformationen

- Hierbei handelt es sich um den 2. Band von bisher 2 erschienen. 
- Es werden noch 3 weitere erscheinen.
- Hier findet ihr eine Leseprobe: klick
- Hier findet ihr die Homepage zu dem Buch: klick
- Hier findet ihr das Buch bei Facebook: klick
- Hier findet ihr Cornelia Funke bei Facebook: klick
- Es ist auch ein Reckless Märchenbuch erschienen, was die Märchen der Gebrüder Grimm aufgreift: klick

[Rezension] Cornelia Funke- Reckless: Steinernes Fleisch

Bildquelle
Titel: Reckless- Steinernes Fleisch
Autor: Cornelia Funke
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 13-16 Jahre)
Verlag: Dressler (September 2010)
ISBN: 978-3791504858
Gebundene Ausgabe: 346 Seiten
Preis: 19,95 €
 
Kurzbeschreibung laut Amazon:
Treten Sie ein in die Welt hinter dem Spiegel!
Obwohl Jacob Reckless immer darauf geachtet hat, die Welt hinter dem Spiegel vor seinem Bruder Will geheimzuhalten, ist dieser ihm gefolgt. Doch in dem wunderbaren Reich lauern tödliche Gefahren: Will wird von einem Goyl angegriffen und beginnt, zu Jade zu versteinern. Verzweifelt will Jacob ihn retten, aber nur die Feen haben die Macht, das Steinerne Fleisch aufzuhalten. Gemeinsam mit Clara, Wills großer Liebe, und der Gestaltwandlerin Fuchs macht Jacob sich auf die gefährliche Reise.
Ein fesselndes Abenteuer in einer von den Grimmschen Märchen inspirierten Welt.
Quelle: Verlag

Über die Autorin: 

Cornelia Funke ist die international erfolgreichste und bekannteste deutsche Kinderbuchautorin. Heute lebt sie in Los Angeles, Kalifornien, doch ihre Karriere als Autorin und Illustratorin begann in Hamburg. Nach einer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin und einem anschließenden Grafikstudium arbeitete sie als freischaffende Kinderbuchillustratorin. Da ihr die Geschichten, die sie bebilderte, nicht immer gefielen, fing sie selbst an zu schreiben.

Quelle: Verlag



Rezension
 
Die Geschichte:
Jacob Reckless geht schon viele Jahre in der Spiegelwelt ein und aus. Dort regieren Märchen und Mythen. Der Weg in die Spiegelwelt führt durch einen magischen Spiegel in dem Arbeitszimmer seines verschwundenen Vaters. Oft verbringt er ganze Monate dort und hat sich als bester Schatzjäger einen Namen gemacht. Doch eines Tages ist er unachtsam und sein Bruder Will folgt ihm. So märchenhaft und wunderschön die Spiegelwelt auch ist, sie ist sehr gefährlich und das muss Will am eigenen Leib erfahren. Nachdem er von einem Goyl, einem Wesen aus Stein, veletzt wird, wird er nach und nach selber zum Goyle und seine Haut verwandelt sich in Jade. Jacob macht sich große Vorwürfe und setzt alles daran mit seiner alten Freundin Fuchs (einer Gestaltwandlerin) und Wills Freundin Clara den Fluch zu brechen, an dem eine Fee Schuld ist.

Als Leser steigt man an dem Punkt der Geschichte ein, an dem Will sich so langsam in einen Goyle verwandelt. Mir ist der Einstieg sehr leicht gefallen, obwohl ich erst etwas verwirrt war und mich in der Spiegelwelt zurechtfinden musste. Die Beschreibungen der Spiegelwelt sind dabei so gut gewählt, dass ich schnell einen groben Überblick hatte.

Allerdings wird bis zum Schluss nicht klar, wieso es den Spiegel gibt, der in die Welt führt und was die Hintergründe sind. Da fehlen mir einfach Erklärungen.
Die Handlung an sich ist interessant und mir gefällt es, wie die verschiedenen Märchen und Mythen damit verknüpft sind und immer wieder Gegenstände aus verschiedenen Märchen auftauchen. Allerdings treten diese etwas zu gehäuft auf und es wirkt für die wenigen Seiten etwas überladen. Es wäre für mich eine bessere Mischung gewesen, wenn Cornelia Funke auf ein paar Elemente verzichtet hätte.
Dazu ist die Handlung stellenweise vorrausschaubar und es gibt nur wenige überraschende Wendungen. Dafür hat mir das Ende und die Verwicklungen, die dahin geführt haben gut gefallen.
Die einzelnen Kapitel sind kurz und wirken irgendwie lieblos aneinander gereiht, abgehackt und haben eher Ähnlichkeit mit einem Märchenbuch, als mit einem Roman. Das war leider nicht so wirklich nach meinem Geschmack. 
Spannung hat sich dabei nur mäßig aufgebaut, obwohl sich die Ereignisse überschlagen. Das mag vor allem daran liegen, dass ich keinen wirklichen Bezug zu den Protagonisten bekommen habe. Die Grundstimmung des Buches ist trotz des märchenhaften Hintergrundes eher düster.


Die Protagonisten: 
Durch häufige Perspektivwechsel habe ich insgesamt keinen wirklichen Bezug zu den einzelnen Protagonisten gefunden und konnte somit auch nicht wirklich mit Will und Jacob mitfiebern, obwohl ich die Grundidee von Jacob (ein Schatzjäger, der alles daran setzt seinen Bruder zu retten) sehr ansprechend finde. 
Einzig mit Fuchs konnte ich mich anfreunden und sie hat dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht einfach weggelegt habe. Sie ist stark und mutig, hat aber auch eine verletzliche Seite und ich mag ihr aufbrausendes, aber liebevolles Temperament.
Die einzelnen Protagonisten bleiben insgesamt sehr flach und selbst über Fuchs erfährt man nicht viel. Man hätte so viel mehr aus den einzelnen Figuren machen können.   

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist hier ebenfalls eher enttäuschend und so gar nicht so, wie ich ihn von Cornelia Funke gewohnt bin. Zwar ist er einfach zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin, aber er wirkt abgehackt, vermag keine Spannung aufzubauen und es kommen nur wenige Emotionen beim Leser an.

Häufige Perpektivwechsel (personaler Erzähler) erschweren zusätzlich das Einfinden in die Geschichte.


Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover passt sehr gut zu dem Inhalt und zeigt Will als Goyle und den Spiegel. Es ist nach meinem Geschmack und wirkt stimmig.
Der Titel passt ebenfalls sehr gut.


Fazit: 
Für mich war das Buch leider enttäuschend. Man hätte sehr viel mehr aus der ansprechenden Grundidee machen können.



Hintergrundinformationen

- Hierbei handelt es sich um den 1. Band von bisher 2 erschienen.
- Hier findet ihr eine Leseprobe: klick
- Hier findet ihr die Homepage zu dem Buch: klick
- Hier findet ihr das Buch bei Facebook: klick
- Hier findet ihr Cornelia Funke bei Facebook: klick
- Es ist auch ein Reckless Märchenbuch erschienen, was die Märchen der Gebrüder Grimm aufgreift: klick

Montag, 17. September 2012

[Neuzugänge] und das nicht wenige

Irgendwie habe ich schon länger keine Neuzugänge mehr gepostet.
Das hole ich nun nach. Dabei habe ich gemerkt, dass es ganz schön viele sind, aber schaut selbst. ;)
Wenn ihr auf die Titel klickt, kommt ihr zu der Amazon-Seite des Buches und somit zur Kurzbeschreibung. 

Kennt einer von euch die Bücher und wenn ja, wie haben die euch gefallen?

Hier die Neuzugänge auf einem Bild.


Die folgenden Bücher habe ich mir ertauscht (ich glaube ich tausche zu viel xD)

"Das verbotene Eden" möchte ich schon ewig lesen und da es eine Dystopie ist, freut es mich doppelt, dass ich das Buch ergattern konnte.
"Der Feuerstein" ist ein ziemlich neu erschienenes Buch und das Cover ist völlig nach meinem Geschmack. Ich bin schon sehr gespannt darauf. 
"Die Tochter der Tryll" hat ein wunderschönes Cover und klingt nach einem schönen Fantasybuch.
"Das letzte Zeichen" ist erneut eine Dystopie. Mehr muss ich nicht sagen oder?
"Eternally" spricht mich einfach generell an. Mal gucken, ob es sich lohnt.
"Sturz in die Zeit" ist ein Zeitreiseroman und ich bin gespannt, ob der meinen Ansprüchen gerecht wird, da viele Zeitreiseromane mich nicht überzeugen können.
"Unearthly" habe ich mal bei einer Leserunde gesehen und bin seitdem neugierig.
"Dies Insel der besonderen Kinder" habe ich schon ewig auf meiner Wunschliste und lass mich mal überraschen.


 
Diese beiden Bücher habe ich gewonnen.
"Im Zeichen des Mondfestes" habe ich bei Buchbotschafter ergattert und ich erwarte, dass es eine leichte Geschichte für zwischendurch ist.
"Noir" habe ich bei Vorablesen gewonnen und der Plot hört sich sehr vielversprechend an.




Diese beiden Bücher habe ich mir gekauft.
"Kyria & Reb" ist eine Dystopie, die ich schon lange auf der Wunschliste hatte. Ich hoffe, sie gefällt mir.
"Plötzlich Fee- Frühlingsnacht" musste ich mir einfach kaufen, da ich die Reihe liebe.







Und zu guter Letzt "Legend". Es ist in aller Munde und eine Dystopie. Klar, dass ich da nicht dran vorbei gehen konnte. Dank Literaturschock habe ich es als Vorableseexemplar bekommen und ich bin mehr als gespannt, ob es dem Hype gerecht wird.

Sonntag, 16. September 2012

[Blogtour & Rezension] Imogen Rose- Portal

Wie ich schon berichtet habe, nehme ich an der Blogtour zu dem Buch "Portal" von Imogen Rose teil.
Heute bin ich zusammen mit dem Blog Books & Senses an der Reihe meine Rezension zu veröffentlichen.
Weitere Blogtour-Daten findet ihr hier: Klick
Ganz unten unter meine Rezension gibt es dann auch noch etwas zu gewinnen. ;)
Ich wünsche euch viel Spaß mit der Blogtour. 
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Bild von Alli Potter erhalten
Titel: Portal- Die Portal-Chroniken
Autor: Imogen Rose
Genre: Jugendbuch
Verlag: Imogen Rose (27. August 2012)
ISBN: 978-0985676636
ASIN: B0092Y7J40
Taschenbuch: 396 Seiten
Preis: 10,69 €
E-Book-Preis: 3,49 €

Du möchtest das Buch kaufen?

Amazon (E-Book), Amazon (TB), kobobooks, iTunes
 

Kurzbeschreibung:

Komm und finde mich vor zwei Jahren…
Sechs Worte, die den Eishockey spielenden Wildfang Arizona in eine alternative Dimension geschleudert haben. Plötzlich lebt sie das Leben einer umschwärmten Cheerleaderin. Sie wird aus dem glücklichen Leben mit ihrem Vater gerissen und in ein neues, fremdes Leben mit ihrer verhassten Mutter gestoßen. Alle kennen sie als Arizona Darley, aber die ist sie nicht. Sie ist Arizona Stevens. Während sie versucht, Antworten zu finden, stehen für sie nur zwei Dinge fest: dass ihre Mutter Olivia irgendwie für alles verantwortlich ist - und dass sie ihr altes Leben zurückhaben möchte.
Bis sie Kellan trifft... 
Quelle: Alli Potter

Über die Autorin:

Imogen Rose ist die Autorin der Bestseller-Reihe »Die Portal-Chroniken«, die sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen Kultstaus im Bereich der Indie-Literatur erreicht hat. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 2010. Inzwischen ist sie hauptberuflich als Schriftstellerin tätig und arbeitet gerade an »The Bonfire Chronicles«, ihrer zweiten Buchreihe für jugendliche Leser.

Imogen wurde in Schweden geboren und zog für ihr Studium der Immunologie nach London, das noch heute eine ihrer Lieblingsstädte ist. Nach ihrer Promotion am Imperial College siedelte sie 2001 mit ihrer Familie in die USA nach New Jersey über. Imogen ist ein selbstbekennender Hermès-Fan und gibt offen zu, dass sie Kurt Cobain vergöttert. Sie liebt Shopping, Reisen, Filme und das Zusammensein mit ihrer Familie, ihren Freunden und Tallulah, ihrem Chihuahua.
Für weitere Informationen besucht die folgenden Links:

Rezension
 
Die Geschichte:
Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der die Vergangenheit von Arizonas Mutter beschreibt. Sie trifft einen Mann zu dem sie sich auf den ersten Blick hingezogen fühlt. Zum Abschied flüstert er ihr den folgenden Satz zu: "Komm und finde mich vor zwei Jahren…" Dieser auf den ersten Blick merkwürdige Satz wird alles verändern.
Nach dem Prolog lernt man Arizona als 16-jährige Eishockeyspielerin kennen. Eines Tages steigt sie nach der Schule in das Auto ihres Vaters ein, wacht aber in dem Auto ihrer Mutter wieder auf. Schnell merkt sie, dass irgendetwas nicht stimmt, denn ihre Mutter, ihre Schwester und auch sie selbst haben andere Haare als zuvor. Arizona beschreibt sich selber, als Barbie-Arizona, was gar nicht zu der vorigen Arizona passt. Und als wäre das nicht genug, wird sie in ein ihr unbekanntes zu Hause gefahren, mit einem anderen Vater, einem Bruder und einer noch lebenden Großmutter. Zuerst glaubt sie an einen Traum, merkt aber nach und nach, dass es doch kein Traum ist.
Arizona hat nur ein Ziel, sie möchte wieder nach Hause in ihr altes Leben.

Das Buch ist alles in allem anders, als ich erwartet hätte. Nach der Kurzbeschreibung habe ich mit mehr paranormalen Elementen gerechnet, aber außer, dass Arizona durch komische Umstände in ein Paralleluniversum geschickt wurde und dabei etwas in der Zeit zurückgereist ist, geht es hauptsächlich um Teenagerprobleme. Arizona verliebt sich, muss sich in der Schule behaupten, versucht in die Schulmannschaft des Eishockey-Teams zu kommen und hat Probleme mit Freunden und Familie. 

An sich hat das Buch mich dennoch fesseln können, weil es immer mal Abschnitte gab, in denen etwas über die Hintergründe von Arizonas Mutter beschrieben wird. Dazu finde ich es interessant, wie Arizona nach und nach in ihrem neuen Leben zurecht kommt und sich sehr verändert.
Die Liebesszenen gefallen mir auch, sie sind nicht übermäßig kitschig, aber gut in die Handlung eingebettet. Dabei ist die ganze Handlung interessant und es gibt ein paar überraschende Wendungen.
Das Ende war ein guter Abschluss, der Lust auf Band 2 macht.

Die Protagonisten:   
Arizona war mir von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und lässt sich nichts so einfach gefallen. Ihre Verwirrung, als sie in dem neuen Leben aufgewacht ist, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Allerdings hat es mich irritiert, wie sie mit der Situation umgegangen ist. Zuerst sagt sie, sie möchte unbedingt wieder in ihr altes Leben, doch dann setzt sie alles daran Eishockey zu spielen und sich in ihrem neuen Leben zurecht zu finden. Meiner Meinung nach hätte sie das neue Leben so akzeptieren und glücklich werden sollen oder sich mehr bemühen sollen Antworten zu finden. Sie unternimmt recht wenig, um wieder zurückzukommen.
Ansonsten waren aber alle Protagonisten liebevoll ausgearbeitet und ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Zwar gibt es auch ein paar Figuren, die eher blass bleiben, aber das hat mich nicht weiter gestört.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist jugendlich gehalten, was zu Arizona passt, dazu flüssig und einfach zu lesen. Er vermag zu fesseln und alles wird sehr gut und detailliert beschrieben, so dass man als Leser immer nahe am Geschehen dran ist.

Allerdings hat mich die Übersetzung an manchen Punkten etwas gestört, da sie doch sehr einfach gehalten ist.

Die meiste Zeit wird die Handlung aus der Ich-Perpektive von Arizona erzählt, aber es gibt auch Passagen aus der Sicht von ihrer Mutter (personaler Erzähler), was mir gut gefallen hat.

 

Das Cover/der Buchtitel:
Das Cover springt direkt ins Augen und passt zu dem Buch, da es Barbie-Arizona zeigt. Es wirkt stimmig und wunderschön. Allerdings mag ich Cover mit Mädchengesichtern nicht mehr wirklich, weil es zu viele davon gibt.
Der Titel macht neugierig und passt zu dem Oberthema und dem Hintergrund der Geschichte.


Fazit: 
"Portal" ist anders, als ich es erwartet hätte, hat mich aber gefesselt und mir einiges an Lesespaß bereitet.
 

Vielen herzlichen Dank an Alli Potter für die Bereitstellung des E-Books.
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