Dienstag, 28. Mai 2013

[Rezension] Julian Frost- Last Days on Earth

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Karla van Zomeren ist eine weiße Hexe und arbeitet bei der sogenannten MID (Magisterischen Informationsdienststelle). Dort ist es ihrer Aufgabe verschiedene Fälle zu lösen.
Ihr aktueller Fall befasst sich mit Bücherdiebstählen, die sich alle igendwie mit dem Weltuntergang befassen. Zur Unterstützung bekommt sie den Schwarzmagier Raoul Winter zugeteilt, mit dem es sehr viele Meinungsverschiedenenheiten gibt. Denn nicht nur, dass er ein schwarzer Magier ist, er ist auch noch ein Wirt für den Daimon Brad, der immer mal die Kontrolle über ihn übernimmt. Auf den ersten Blick scheint der Fall nichts besonderes zu sein, doch dann erfährt Karla von Morden, die ihr verschwiegen wurden und von dem Täter ist keine Spur zu finden...
In einer Welt in der es Trolle, Drachen, Daimonen, Magier, Vampire und viele andere Wesen gibt, muss Karla sich behaupten und den drohenden Weltuntergang, der laut den Maya am 21. Dezember 2012 stattfinden soll verhindern. Denn für sie häufen sich die Anzeichen immer mehr, denn sie führt ein privates Weltuntergangsalbum mit allerhand Katastrophen der jüngsten Zeit.
Der Klappentext und die Einteilung von "Last Days on Earth" dürfte viele Leser auf die falsche Fährte bringen. Bevor ich mehr über das Buch gehört habe, bin ich fest davon ausgegangen, dass es sich hierbei um ein Buch über die Apokalypse handelt, mit nur sehr wenigen Fantasyelementen. Ich würde es nicht unbedingt als Thriller bezeichnen, sondern eher als Fantasyroman mit Krimi-/Thrillerelementen.
Susanne Gerdom, die sich hinter dem Pseudonym Julian Frost verbirgt, hat eine überraschend komplexe Fantasywelt erschaffen. Diese Welt dürfte jeden Fantasyfan begeistern. Zwar gibt es auch einige Aspekte, die so wirklich vorgekommen sind, aber die Erklärungen haben alle einen fantastischen Hintergrund. Vom Prolog an, der direkt einen Mord von einem Werwesen erzählt, ist mir klar gewesen, dass mich bei "Last Days on Earth" ein Fantasybuch der Extraklasse erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Nach und nach lernt man immer mehr Wesen kennen. Von Vampiren bis hin zu Trollen ist alles dabei und ich finde es total faszinierend, wie diese dargestellt werden. Vor allem die Darstellung der Drachen, als Wesen die die Banken und das Finanzwesen beherrschen und das Sammeln schöner Dinge lieben, haben es mir angetan.

Die Weltuntergangsthematik nimmt dabei gar nicht so viel Raum ein, sondern existiert neben vielen verschiedenen anderen Handlungssträngen, die zum Schluss zu einem schlüssigen Ganzen zusammenlaufen. Das Buch ist einzigartig und durchweg spannend. 
Das wird durch vielschichtige und tiefgründig ausgearbeitete Protagonisten zusätzlich unterstützt.
Karla hat ihre Überzeugungen und verteidigt diese. Sie ist manchmal sehr vorlaut, aber auch sympathisch und sie versteckt eine Verletzlichkeit, mit der ich zu Beginn nicht gerechnet hätte. In dem Buch macht sie viele Veränderungen durch, bleibt sich selber aber dennoch treu.
Raoul ist zuerst sehr unnahbar, aber es hat mir Spaß gemacht nach und nach mehr über ihn zu erfahren. Vor allem finde ich es interessant, wieso er Wirt eines Daimon geworden ist.
Aber auch alle anderen Protagonisten sind interessant und machen das Buch zu etwas Besonderem.

Das Ganze wird durch einen unglaublich lebhaften und fesselnden Schreibstil unterstützt. Susanne Gerdom schafft es immer die Sprache und Ausdrucksweise ihrem jeweiligen Roman anzupassen, so dass es ein stimmiges Gesamtbild ergibt. Durch detaillierte und zauberhafte Beschreibungen hat man das Gefühl, völlig in die Welt des Buches einzutauchen.
Die Handlung wird mal aus der Perspektive von Karla und mal aus der Perspektive von Raoul geschildert, aber immer in der dritten Person, so dass man einen guten Gesamtüberblick bekommt, aber auch einige Informationen, die einem sonst entgangen wären.

Neben der fesselnden Handlung, hat mir auch gefallen, dass ich nicht einschätzen konnte, auf was das Buch hinausläuft. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und man wird als Leser an der Nase herumgeführt. Die Spannung steigert sich im weiteren Verlauf des Buches und gipfelt in einem grandiosen Finale, so dass ich das Buch jedem Fantasyfan empfehlen kann.
Für Fantasyliebhaber ist "Last Days on Earth" ein absolutes Must-Read. Mich konnte es von der ersten bis zu letzten Seite überzeugen, schon allein durch seine Komplexität und den verschiendensten Fantasywesen. Es ist mal ein anderes Buch über die Maya Prophezeiung.
  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
  • Hier findet ihr eine Leseprobe dazu: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Hinter dem Pseudonym Julian Frost steckt Susanne Gerdom, ihre Homepage ist hier zu finden: Klick
  • Sie hat außerdem Bücher unter den Pseusonymen Frances G. Hill und Franziska Hille veröffentlicht.

Kommentare:

  1. Tolle Rezension (und ein Buch, das ich unbedingt noch will, nach dem letzten, das ich von Susanne Gerdom gelesen habe, bin ich nämlich sehr begeistert).

    Liebe Grüße
    Chimiko

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    1. Danke. <3 Dann solltest du dir das bald zu legen. Ich liebe es einfach und werde es bestimmt noch öfters lesen. ^-^
      LG Mandy

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  2. Das hört sich echt spannend an...das hätte ich jetzt nicht gedacht nach dem Titel des Covers^^ Aber es macht mich neugierig und kommt auf meine WuLi :-D

    LG Scatty

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    1. Das ist bei dem Buch auch echt ein Problem. Da hat Piper keine Glanzleistung gebracht. ^-^ Aber es freut mich, dass ich dich neugierig machen konnte.
      LG Mandy

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  3. Mich hat es positiv überrascht. Ich hatte den Klappentext nur überflogen und hatte etwas "hexenmäßiges" nicht erwartet. Umso begeisterter war ich nachher... und der "Countdown" im Titel ist so genial <3

    lg
    Steffi

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    1. Ich finde auch, dass man das leicht überlist und stimmt der "Countdown" ist toll.
      LG Mandy

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  4. Hallo Mandy,

    genau richtig erkannt! Leider bringt der Piper-Verlag mit bestimmten Bezeichnungen, wie Thriller usw. die Leute auf eine ganz falsche Fährte und Einschätzung. Und so werden leider viele Leute das Buch links liegen lassen.

    Was wirklich sehr, sehr schade ist, denn die Geschichte, ihre Handelten, die humoristische Seite, auch wenn es mal gruselig/unheimlich haben mir sehr gut gefallen.

    Es ist halt wirklich ein Fantasy-Buch mit Hexen, Vampiren, Trollen usw. vor/mit einem
    aktuellen (zumindest im letzten Jahr) Hintergrund..der Maya Prophezeiung...

    Also Leute, lass Euch von diesem Titel nicht abschrecken!

    LG..Karin...

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  5. Wow. Ich sitze hier vor dem Monitor und schniefe ein bisschen. Was für eine schöne Rezension, die bringt mir die Sonne in den Tag, die der Mai bisher vermissen ließ. Danke!

    LG!
    Susanne

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    1. Es freut mich, dass dir die so gut gefällt und ich dir deinen Tag versüßen konnte. ^-^ Ich bin jetzt schon gespannt auf dein nächstes Buch, auch wenn das noch leider dauert...
      LG Mandy

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