Dienstag, 22. Oktober 2013

[Löchert die Autoren] Interview mit Peter Freund

Heute ist es soweit und ich präsentiere euch das aktuelle Interview meiner "Löchert die Autoren"-Aktion. ;)
Ich wünsche euch ganz viel Spaß damit und bedanke mich bei euch und Peter Freund für die Teilnahme!

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                                                                                              © Random House / Christian Thiel




1. Was war früher Ihr Traumberuf und wie sind Sie dann überhaupt zum Autor geworden? Oder wollten Sie schon immer mal ein Buch schreiben?
Als kleiner Junge wollte ich zunächst LKW-Fahrer und danach für lange Zeit Förster werden. Als ich dann älter - und etwas "vernünftiger" - wurde, stand für mich bald fest, dass ich eine Tätigkeit ausüben wollte, die entweder mit Film oder mit Schreiben zu tun hat - und am Besten sogar mit beidem! Und diesen Wunsch habe ich im Laufe der Jahre dann auch verwirklicht. Und ja - eigentlich wollte ich immer ein Buch schreiben, auch wenn mein erster konkreter "Schreib-Berufs-Wunsch" der eines Drehbuch-Autors war - und auch den habe ich mir ja erfüllt ....

2. Mit wieviel Jahren haben Sie Ihr erstes Buch geschrieben? 
Mein erstes Buch habe ich ziemlich spät geschrieben, da war ich nämlich bereits 36 Jahre alt: ein Filmroman mit dem Titel "Die Braut des Prinzen", der unter dem Pseudonym "Peter Lietzenburger" erschienen ist, wie einige andere Film-Romane auch.

3. Wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Machen Sie sich eine gewisse Seitenvorgabe, die Sie dann abarbeiten? 
Mein Tagesablauf ist sehr unterschiedlich, je nachdem, in welcher "Schreibphase" ich mich gerade befinde: wenn ich dabei bin, eine Geschichte/ein Buch zu entwickeln und zu skizzieren, mache ich mir keine konkreten Vorgaben hinsichtlich meines Schreib-Volumens und ich bin auch nicht so strikt mit dem Einhalten meines Tagesplans. Später dann, wenn der Plot in weiten Teilen steht und "nur noch" aufgeschrieben werden muss, verbringe ich anfangs täglich mindestens sechs Stunden am Computer und versuche jeden Tag mindestens fünf Manuskriptseiten zu schreiben, was sich dann im Laufe der Zeit dann auf zehn bis zwölf Stunden und zehn Seiten steigert - und dieses Pensum versuche ich auch tagtäglich einzuhalten.

4. Lesen Sie neben Ihrem Schreibprozess selber Bücher und wenn ja welche?
Ich lese jeden Tag Bücher, ganz egal, ob ich gerade eines schreibe oder nicht. Mein Interesse ist ziemlich breit gefächert, wie Du aus den Titeln ersehen kannst, die ich im Augenblick - parallel - lese: Stephen King - Der Anschlag Nicolas Barreau - Eines Abends in Paris Lisa Gardner - Die Frucht des Bösen Richard David Precht - Anna, die Schule und der liebe Gott

5. Können Sie bei dem Buchcover mitentscheiden? Und wenn nicht, gefällt Ihnen das Cover trotzdem oder hätten Sie lieber ein ganz anderes gehabt?
Natürlich erkundigt sich der Verlag immer nach meiner Meinung zum jeweiligen Cover und geht in der Regel auch auf etwaige Einwände ein. So habe ich z.B. den ersten Entwurf zu den "Guardians..." strikt abgelehnt, worauf der Verlag den jetzigen anfertigen ließ, der weitgehend auf meinen Vorschlägen basiert, auch wenn die Umhänge der Guardians nicht hundertprozentig gelungen finde, insbesondere deswegen, weil sie mit den von mir im Buch beschriebenen nicht exakt übereinstimmen.

6. Haben sie ein besonders Faible für das Unheimliche? Denn sowohl in der Laura-Reihe als auch jetzt in Ihrem neusten Buch, geht es eher unheimlich/mystisch einher. Und haben Sie schon mal möglicherweise etwas Unheimliches erlebt/erfahren, was in Ihrem Roman drinsteckt?
Mystische und geheimnisvolle Themen interessieren mich in der Tat, dabei habe ich selbst Entsprechendes niemals erlebt. Ich finde es allerdings höchst faszinierend, mir so etwas auszudenken - am Besten etwas so gruseliges, dass ich beim Schreiben Gänsehaut bekomme ...

7. Eine Frage zur Laura-Reihe: Wie sind sie auf Aventerra und die Abenteuer darin gekommen? Träumen sie nachts von ähnlichen Welten? Oder hatten Sie schon von klein auf eine blühende Fantasie?
Wie die "Laura"-Reihe entstanden ist, ist eine sehr schöne Geschichte, die ich deshalb auch auf meine Website gestellt habe: www.freund-peter.de. Interessierte können sie dort nachlesen. Und ja: ich habe schon von klein auf eine blühende Fantasie, was wohl der Grund dafür ist, dass ich in der Tat gelegentlich von den Figuren und Wesen meiner Bücher träume.

8. Ihr neuester Roman "Guardians of Secret Powers" spielt hauptsächlich in Ihrer Heimatstadt Berlin, wie haben Sie dafür recherchiert und wie sind Sie auf die Idee gekommen Fanatsyelemente mit tatsächlichen Gegebenheiten in Berlin zu verknüpfen?
Als ich den siebten Laura-Band geschrieben habe, ist mir urplötzlich aufgefallen, dass keines meiner Bücher in Berlin spielt. Dabei lebe ich schon seit Jahrzehnten in dieser Stadt, die zudem eine der aufregendsten Städte der Welt ist. Und in diesem Augenblick stand für mich fest, dass mein nächstes Buch komplett in Berlin spielen würde. Ich habe deshalb zunächst Stadtpläne studiert und mit Google Earth potenzielle Schauplätze erkundet - und die, die dann in die engere Wahl gekommen sind, habe ich natürlich persönlich besucht, abgelaufen und Schritt für Schritt erkundet. Auf diese Weise sind all die Berliner Plätze, Straßen, Parks, Gebäude und Sehenswürdigkeiten, die in den "Guardians" eine wichtige Rolle spielen, in die Geschichte und damit in das Buch gelangt.

9. Haben Sie einen Lieblingsprotagonisten in "Guardians of Secret Powers"?
Wahrscheinlich geht es mir wie den meisten anderen Autoren auch: ich liebe alle meine Figuren, egal ob "gut" oder "böse". Und natürlich ist mir Nele ganz besonders ans Herz gewachsen - weil sie meine Hauptfigur ist und ich mich deshalb mehr mit ihr beschäftige als mit allen anderen Charakteren. Was nicht bedeutet, dass diese mir weniger wichtig oder lieb wären - im Gegenteil: z.B. finde ich Kjell oder Lars Petzner ziemlich spannend, zumal Lars ganz offensichtlich ein Geheimnis mit sich herum trägt. Aber natürlich mag ich auch die pfiffige Lotti oder die etwas kauzige Oma Mimi usw. usf.

10. Auf was für weitere Projekte von Ihnen dürfen sich Ihre Leser freuen?
Zur Zeit arbeite ich am zweiten Band der "Guardians": er trägt den Untertitel "Der Atem der Engel" und wird im Herbst 2014 erscheinen - und daneben habe ich noch weitere Projekte in der Pipeline, über die ich im Moment allerdings noch nichts verraten möchte.

Vielen Dank für dieses Interview!

Kommentare:

  1. Huhu Mandy :)
    Ein schönes Interview!
    Ich muss mir das Buch gleich mal vormerken. :)

    Lg Nenya

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    1. Huhu Nenya,
      freut mich, dass es dir gefällt und schön, dass du nun auf das Buch neugierig geworden bist. ;)
      Liebe Grüße
      Mandy

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  2. Hallo Mandy,

    interessant, interessant wie immer wenn Du Autoren löcherst. Gell.

    LG..Karin..

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    1. Hi Karin,
      das freut mich. ;)
      Liebe Grüße
      Mandy

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