Dienstag, 27. Mai 2014

[Rezension] Brigitte Riebe- Feuer & Glas: Die Verschwörung

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Im Jahre 1509 begibt sich Milla, die zu den Feuerleuten gehört, zusammen mit Luca, der zu den Wasserleuten gehört, und einigen anderen nach Konstantinopel. Dort hofft sie ihren verschwundenen Vater Leandro zu finden. Doch als sie ihn endlich findet, wird sie bitter enttäuscht. Er erinnert sich an nichts, weder an Milla, noch an seine Frau oder wer er überhaupt ist. Dazu lebt er in Gefangenschaft des Sultans. Während Milla versucht herauszufinden, wieso ihr Vater sich an nichts erinnern kann, gibt es eine neue Bedrohung und auch ihre Liebe zu Luca ist in Gefahr...


"Feuer & Glas- Die Verschwörung" gehört zu den Büchern, auf die ich sehnlichst gewartet habe. Der erste Band, der in Venedig spielt, konnte mich schon komplett begeistern und so war ich gespannt darauf, was Milla, Luca und die anderen in Konstantinopel erleben.

Der Plot beginnt nachdem Milla und ihre Freunde Konstantinopel erreicht haben. Die Beschreibungen der Stadt und der Gewohnheiten der Menschen dort, konnten mich wieder völlig begeistern. Konstantinopel ist so anders als Venedig, aber alles wurde von Brigitte Riebe bildlich und aussdrucksstark beschrieben, was mir außerordentlich gut gefallen hat.

Doch dann plätschert die Handlung lange Zeit vor sich hin, weil alle von Milla verlangen Geduld zu haben und nichts zu unternehmen. Erst als sie es nicht mehr aushält und selber etwas unternimmt, kommt Spannung auf und man erfährt nach und nach was mit ihrem Vater Leandro geschehen ist. 

Milla schreckt dabei nicht mal davor zurück bei dem Sultan in den Palast einzubrechen. Sie ist mutig, ungeduldig, eigensinnig und temperamentvoll, was zu dem Feuermädchen wunderbar passt. Ich finde sie sehr sympathsich und ich kann gut verstehen, dass es sie nervt, dass alle immer nur sagen, dass sie Geduld haben soll und ihr Einzelheiten verschweigen.
Vor allem Lucas Verhalten fand ich anstrengend. Mal ist er zärtlich, dann wieder eiskalt und er wimmelt Milla oft ab und sagt ihr, dass sie später über alles reden, aber dazu kommt es nicht immer. Dennoch mag ich ihn, denn er ist ein facettenreicher Protagonist.
Auch alle anderen Protagonisten wissen zu überzeugen.

Die Handlung habe ich als deutlich ruhiger empfunden, als die vom Vorband, aber nach einiger Eingewöhnungszeit hat mich das nicht mehr gestört, da der Plot doch einige Überraschungen bietet und ich es faszinierend fand, wie Milla ihre Fähigkeiten immer mehr entdeckt und ihren Kopf durchsetzt. Die Idee hinter dem Ganzen finde ich richtig gut und die Erklärungen ausreichend.

Dazu konnte mich der wunderschöne Schreibstil von Brigitte Riebe in seinen Bann ziehen, was vor allem an den schon erwähnten tollen Beschreibungen liegt. Dazu ist der Schreibsil eingängig und leicht und locker zu lesen. Die Sprache passt zu dem Land und zu der Zeit in der das Buch spielt.
Der Plot wird hauptsächlich aus Millas Sicht (personaler Erzähler) geschildert, aber auch ihr Vater und andere Protagonisten kommen zu Wort, was mir gut gefallen hat. 

Das Ende ist teils abgeschlossen, lässt aber auch noch einige Fragen offen und könnte sogar noch viel Stoff für eine Fortsetzung bieten. Dennoch finde ich es gelungen, denn es rundet die Geschichte trotz der offenen Fragen gut ab und bietet ein spannendes Finale. 


Auch wenn dieser zweite Band ruhiger ist und mich nicht so überzeugen konnte wie sein Vorgänger, konnte er mich in seinen Bann ziehen und mich wunderbar unterhalten. Tolle Beschreibungen, eigensinnige Protagonisten und ein Plot mit einer tollen Idee bieten eine gelungene Mischung für tolle Lesestunden.
Wer einer etwas ruhigeren Handlung nicht abgeneigt ist, dürfte sich dem Zauber von Konstantinopel und von Milla mit dem Feuerhaar nicht entziehen können.

  • Hierbei handelt es sich um den 2. und letzten Band einer Dilogie.
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