Mittwoch, 11. März 2015

[Rezension] "Schlusstakt" von Arno Strobel

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Vicki hat es tatsächlich geschafft. Sie ist unter die besten 50 Kandidaten der Castingshow "Germanys Megastar" gekommen und hat nun die Chance auf einen Plattenvertrag und 2 Millionen Euro. Dazu reist sie mit den anderen Kandidaten auf eine kleine Insel auf den Malediven. Die Bedingungen sind hart und die Kandidaten scheiden schnell aus. Doch nicht nur das. Auf einmal wird eine Kandidatin tot aufgefunden und der Mörder muss weiterhin auf der Insel sein. Die Castingshow wird zur tödlichen Bedrohung...


"Schlusstakt" ist das erste Buch, dass ich von Arno Strobel gelesen habe. Ich finde die Idee einen Thriller mit DSDS und dem Dschungelcamp zu kombinieren und dem Setting einer Insel auf den Malediven interessant und sehr spannend. Doch leider wurde es meinen hohen Erwartungen nicht gerecht, was vielleicht auch daran liegt, dass ich über den Autor nur sehr viel Gutes gehört habe.

Zuerst einmal möchte ich jeden, der das Buch lesen möchte davor warnen den Klappentext zu lesen. Ich finde, dass er zu viel verrät, da dort schon steht, wer tot aufgefunden wird. Das hat mir etwas die Spannung und das Spekulieren genommen. Außerdem habe ich erwartet, dass die Leiche viel früher aufgefunden wird, doch passiert das recht spät und auch dann nimmt das nur einen kleinen Teil der Handlung ein.

Die Bedingungen der Castingshow und den Knebelvertrag, den die Kandidaten zuvor unterschreiben mussten, fand ich dagegen ziemlich krass und spannend und immer wieder habe ich mich gefragt, ob das bei den "echten" Castingsshows auch so ist. Die Kandidaten bekommen Sachen gesagt, die sie für die Zuschauer sagen sollen, was ich sehr realistisch finde, da ich denke, dass vieles bei den Shows gestellt ist. Wozu die Produzenten die Kandidaten zwingen wollen ist dabei schockierend und das nimmt den Hauptteil des Plots ein. Die Idee hinter allem finde ich grandios.

Alles wird aus Vickis Perspektive (personaler Erzähler) erzählt, aber es gibt auch einige seltsame Abschnitte aus einer anderen Perspektive, die die Vergangenheit einer anderen Person erzählt. Diese Abschnitte machten mich sehr neugierig, hatten mir dann aber zu wenig mit dem eigentlichen Mord und der Geschichte zu tun. 
Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und die Beschreibungen der Insel wunderschön.

Die Protagonisten konnten mich nur bedingt überzeugen. Vicki als Protagonistin ist sehr gut ausgearbeitet, sympathisch und wirkt nie abgehoben oder seltsam, aber die anderen Charaktere konnten mich mit ihren Handlungen oft nicht überzeugen und ich war entsetzt, was sie alles machen um Erfolg zu haben, obwohl das teilweise auch sehr authentisch ist. 

Der Plot konnte mich längst nicht so fesseln, wie ich gedacht hätte und die Auflösung des Mordfalls ging mir zu schnell, war zu unspektakulär. Und manches kam mir etwas unrealistisch vor, wie z.B. dass nach dem Mord kein Kontakt zu der Außenwelt aufgenommen werden konnte, obwohl ich mir nicht vorstellen kann, dass es nicht zumindest ein Boot gibt.
Das Ende ist in sich abgeschlossen, aber insgesamt hat mir das Buch leider nur mittelmäßig gefallen.


"Schlusstakt" war mein erster Thriller von Arno Strobel, aber leider konnte er mich nicht so recht überzeugen, obwohl er einige gute Ansätze hat. Vielleicht liegt es daran, dass es ein Jugendbuch ist, aber ich hätte mehr erwartet, da der Mord doch sehr im Hintergrund bleibt. Dank der wenigen Seiten ist das Buch sehr schnell gelesen und bietet Unterhaltung für zwischendurch, die mir zwar nur mittelmäßig gefallen hat, aber bestimmt auch seine Anhänger findet.

  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
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