Dienstag, 5. Mai 2015

[eBook-Rezension] "Sternenmeer" von Tanja Voosen


Du möchtest das eBook kaufen?

 photo amazon-com-logo_zps76362484.jpeg              


Lauries Eltern streiten sich ständig und sie befürchtet, dass sie sich scheiden lassen. Ihre Familie ist schon längst keine richtige Familie mehr. Und als wäre das nicht schon genug, soll sie ihre Ferien in dem Sommercamp in dem ihr Onkel arbeitet verbringen und dort arbeiten. Sie versucht das mit allen Mitteln zu verhindern, doch dann küsst sie aus Versehen den Falschen und er ist der Bruder ihrer besten Freundin. Als Derek dann auch im Sommercamp arbeitet, muss sie sich ihren Gefühlen stellen. Doch nicht nur Derek macht ihr zu schaffen. Alek, ein anderer Campteilnehmer, verhält sich ihr gegenüber äußerst merkwürdig...


Nachdem mir "Emily lives loudly" und die Kurzgeschichte "Wir sehen uns gestern" von Tanja Voosen mehr als gefallen hat, war ich gespannt auf dieses neue Werk, das sie als Indie-Autorin und somit komplett ohne Verlag herausgebracht hat. Doch auch "Sternenmeer" kann sich sehen lassen.

Es beginnt damit, dass man als Leser Laurie näher kennenlernt, die sich in den Kopf gesetzt hat irgendetwas anzustellen, damit sie nicht ins Sommercamp muss. Eigentlich ist sie eine brave Schülerin, doch damit ihre Eltern sie wahrnehmen und mal aufgerüttelt werden, möchte sie einen der schlimmsten Jungs der Schule küssen und sich dabei erwischen lassen. Doch dann küsst sie aus Versehen Derek, den Bruder ihrer besten Freundin, den sie eigentlich nicht mal leiden kann. Ab dann entdeckt sie Gefühle, die sie vorher nicht wahrgenommen hat und hat noch ganz andere Probleme als ihre Eltern, die sich vielleicht scheiden lassen. Und auch im Sommercamp geht längst nicht alles glatt.

Ich muss gestehen, dass mir Laurie am Anfang etwas auf die Nerven ging, da sie stur und manchmal etwas eingefahren ist und ihre Probleme die Schlimmsten sind, auch wenn ihre beste Freundin und deren Bruder schon viel schlimmeres erlebt haben. Dennoch ist sie auch sympathisch und ich mag ihre schlagfertige Art. Im Laufe des Buches hatte ich das Gefühl, dass sie sich enorm entwickelt und ab da gefiel sie mir besser.
Derek dagegen ist ein lieber Kerl, den ich gleich mochte, auch wenn er einige Probleme durch seine Vergangenheit hat. Was genau da passiert ist, möchte ich jetzt nicht verraten um nicht die Spannung zu nehmen.
Der wohl interessanteste Charakter ist aber Alek, da er einige Überraschungen bereit hält, auf den ersten Blick sehr sympathisch wirkt, aber dann zunehmend seltsamer. 
Insgesamt sind alle Charakter wunderbar ausgearbeitet und können auf ihre Art überzeugen.

Die Liebesgeschichte des Buches ist teils vorhersehbar, aber dennoch toll, ohne dabei kitschig zu sein. Gefühle werden überzeugend übermittelt, sodass ich mit Laurie fühlen konnte. Aber wer jetzt denkt, dass es nur um die Liebesgeschichte geht, irrt sich. Im Sommercamp gibt es Intrigen, Gefahren, es geht um Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt. Das Buch bietet so viel mehr als eine normale Liebesgeschichte und gerade das mochte ich so daran.

Wie auch in ihren anderen Werken schreibt Tanja Voosen witzig, spritzig, mit einer ordentlichen Portion Sarkasmus und auf eine erfrischende Art, die mich einfach begeistern konnte. Ihre Bücher sind deshalb teilweise gute laune Bücher. Dennoch gibt es in diesem Buch spannende Abschnitte mit viel Nervenkitzel, was ich vorher nicht erwartet hätte. Alles wird aus Lauries Ich-Perspektive geschildert, was sehr gut zu dem Ganzen passt.

Das Ende bietet einen nervenaufreibenden Showdown, große Gefühle und ein gelungenes Ende. Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches genossen und auch wenn es mir nicht so gut gefallen hat wie "Emily lives loudly" bot es für mich wahren Lesegenuss mit viel Gefühl.


"Sternenmeer" ist ein Buch über Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Zusammenhalt, Intrigen und Gefahren und konnte mich sehr gut unterhalten. Zwar kam es für mich nicht ganz an  "Emily lives loudly" heran, aber dennoch habe ich es sehr gemocht. Es ist mehr als einfach nur ein Jugendroman und ich kann es uneingeschränkt empfehlen. Wer das Buch nicht liest, ist selber Schuld, denn damit verpasst man ein tolles Buch einer deutschen Autorin.
  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Sie ist ebenfalls Bloggerin und führt einen Bücherblog: Klick

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen