Mittwoch, 1. Juli 2015

[Rezension] "Mitternachtsclowns" von J.J. Howard


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Für die 17-Jährige Lexi bricht nach dem Tod ihres Vaters ihre komplette Welt zusammen. Denn auf einmal steht sie alleine da, ohne Geld und ohne zu wissen wohin. So begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter, die Lexi und ihren Vater schon vor langer Zeit verlassen hat und zum Zirkus gegangen ist. Sie findet den Zirkus in dem ihre Mutter gearbeitet hat, doch sie ist nicht mehr da. Immerhin bekommt Lexi dort einen Job und hat so wenigstens einen Platz wo sie bleiben kann...


"Mitternachtsclowns" ist ein Buch, das ich ohne große Erwartungen begonnen habe und lesen wollte, weil ich früher sehr gerne im Zirkus war und diese immer etwas Magisches an sich haben. Auch dieses Buch hat etwas Magisches an sich und ist dadurch völlig unrealistisch.

Als Leser begleitet man Lexi, die ihren Vater verliert und dann von seinem Anwalt auf die Suche nach ihrer Mutter geschickt wird, die im Zirkus arbeiten soll. Alleine, dass Lexi ohne Behörden einfach so ins Ungewisse zieht, halte ich dabei schon für ziemlich an den Haaren herbeigezogen, denn immerhin ist sie noch minderjährig. Und dann findet sie im Zirkus prompt Arbeit, wird Wahrsagerin, findet Freunde und kann sich vor lauter Jungs kaum noch retten. Alles wirkt wie ein Traum und ihre Trauer um ihren Vater gerät viel zu schnell in den Hintergrund.
Die Suche nach ihrer Mutter ist dabei Nebensache, denn die findet sich von ganz alleine, ohne dass Lexi irgendwas dafür unternommen hat.

Der Plot wird aus verschiedenen Zeiten aus dem Leben von Lexi erzählt. Einmal erfährt man in der Gegenwart, was aus Lexi wird und dann wird ihre Vergangenheit beleuchtet, bei der man erfährt, was mit ihren besten und einzigen Freunden vorgefallen ist. Alles ist völlig vorhersehbar und wirkt konstruiert und völlig an den Haaren herbeigezogen.
Den Großteil des Buches über habe ich mich einfach nur gelangweilt und konnte dem Buch nichts Positives abgewinnen.

Die Charaktere, allen voran Lexi bleiben mir zu blass, zu unnahbar. Ich konnte zu ihr keinerlei Zugang finden und so war mir ihr Schicksal herzlich egal. Aber auch die anderen Charaktere können nicht überzeugen und würden mir nicht im Gedächtnis bleiben. Sie sind unscheinbar und einfach zu wenig ausgearbeitet.

Der Schreibstil dagegen ist das einzig Positive, denn er ist leicht und locker zu lesen und die Beschreibungen im Zirkus konnten mich überzeugen. Das Buch lässt sich dadurch zügig und unkompliziert lesen. Alles wird aus Lexis Ich-Perspektive geschildert, was sehr passend ist.

Natürlich darf auch hier keine Liebesgeschichte fehlen, aber auch die kam mir zu konstruiert und langweilig vor. Es passiert nichts Unvorhergesehenes und am Ende gibt es ein Happy Ende, bei dem man am liebsten sagen würde, "und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...". Alle Probleme lösen sich in Nichts auf und alles wird perfekt. So ist auch das Ende so wie das ganze Buch unrealistisch. Vielleicht bin ich für dieses Buch einfach zu alt, aber ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, was ich so schlecht gefunden habe. 


"Mitternachtsclowns" war für mich ein richtiger Flop. Es ist völlig unrealistisch, konstruiert und schlichtweg langweilig. Vielleicht kann es 10-Jährige Mädchen, die gerne Träumen und an Wunder glauben unterhalten, aber für mich war es nichts.
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