Mittwoch, 29. Juli 2015

[Rezension] "Von wegen Liebe" von Kody Keplinger


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Bianca würde für ihre zwei besten Freundinnen alles tun, denn sie geben ihr den nötigen Halt in ihrem Leben. Denn ihre Familiengeschichte ist alles andere als einfach und Bianca ist ein Mensch der alles mit sich alleine ausmacht. Eines Tages spricht der gutaussehende Wesley sie an, der ein Weiberheld und mehr als eingebildet ist. Er sagt ihr offen, dass er nur mit ihr spricht um an ihre Freundinnen heranzukommen, denn sie ist eine DUFF (die unattraktive fette Freundin). Und obwohl sie sich daraus nichts machen möchte, lässt dieser Begriff sie nicht mehr los. Als dann zu Hause alles schief läuft, macht sie das, was sie nie machen wollte und lässt sich auf Wesley ein, aber natürlich ganz ohne Gefühle...


Auf "Von wegen Liebe" wurde ich erst durch den Kinofilm aufmerksam und da ich Buchverfilmungen immer gerne schaue, wollte ich auch das Buch lesen, da es nach einer lockeren Teenager-Komödie klang.

Es beginnt damit, dass man Bianca kennenlernt, die keine einfache Protagonistin ist. Sie hat an allem etwas auszusetzen, ist oft schlecht gelaunt und anstatt mit ihren Freundinnen zu feiern, sitzt sie einsam an der Bar und trinkt Cola. An Liebe in ihrem Alter glaubt sie nicht und auch sonst meckert sie über vieles. Dennoch mochte ich sie, da sie eine realistische Protagonistin ist, mit der man sich gut identifizieren kann. Schnell merkt man, dass sie zu Hause so einige Probleme hat, denn ihre Mutter hat sie schon lange nicht mehr gesehen. Sie ist ein Mensch, der alles in sich hineinfrisst und nicht mal mit ihren besten Freundinnen spricht, was zu einigen Problemen führt.
Als Wesley sie anspricht und sie ab da nur noch Duffy nennt, ändert sich ihre ganze Selbstwahrnehmung und sie beginnt zu zweifeln. Dennoch würde sie nie ihre Freundinnen verlassen um nicht als DUFF gesehen zu werden, was sie sehr loyal und liebenswürdig macht.
Wesley dagegen wirkt wie der typische oberflächige Typ, aber irgendwann merkt man, dass mehr hinter seiner Fassade steckt, was ihn ein bisschen klischeehaft macht. Dennoch mochte ich ihn irgendwie.
Insgesamt sind alle Charaktere bis auf das eine oder andere Klischee glaubhaft und wunderbar ausgearbeitet und konnten mich somit überzeugen.

Der Plot ist ein Stück weit vorhersehbar, aber das Ende wirklich schön und zwar so, dass man darüber nachdenken und schmunzeln kann. Das Buch kommt ihne Kitsch aus und besticht durch eine ehrliche Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen und so einigen Problemen, was das Ganze aber realistisch macht.
Vor allem Biancas manchmal doch recht zynische Art und ihre bissigen Kommentare sorgten oft dafür, dass ich lachen musste und mich bestens unterhalten fühlte.
Es ist ein Buch, dass sich mit den Themen Selbstbewusstsein, Vorurteilen, der Selbstwahrnehmung und der Selbstfindung, sowie Eifersucht, Verlust, Freundschaft und Liebe befasst und vielschichtiger ist, als man zunächst denkt.
Neben der Liebesgeschichte werden auch Familienprobleme aufgearbeitet, die sehr gut ins Gesamtbild passen.

Der Schreibstil ist passend für ein Jugendbuch leicht und locker gehalten und alles wird aus Biancas Ich-Perspektive geschildert, was sehr gut passt. Emotionen werden eindrucksvoll übermittelt und so habe ich das Lesen dieses Buches wirklich genossen.
Kaum angefangen war dieses Buch auch schon wieder beendet und ich muss sagen, dass es mir wirklich gut gefallen hat. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Werke der Autorin, da sie hiermit ein überzeugendes Debüt hingelegt hat.


"Von wegen Liebe" ist ein tolles Debüt, das vielschichtiger ist, als man zunächst denkt. Ich kann gut verstehen, dass es verfilmt wurde, denn es hat mir wirklich gut gefallen. Es ist eine Liebesgeschichte, die so viele Facetten hat und alles andere als typisch ist, auch wenn manche Klischees auch hier Verwendung finden. So kann ich das Buch jedem Fan dieses Genres auf jeden Fall empfehlen und freue mich auf weitere Werke der Autorin.
  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
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  • Das Buch ist die Vorlage für den Film "Duff- Hast du keine, bist du eine".

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