Mittwoch, 16. September 2015

[Rezension] "Layers" von Ursula Poznanski


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Der 17-jährige Dorian lebt seitdem er von zu Hause ausgerissen ist auf der Straße. Mehr schlecht als recht kommt er zurecht. Eines Tages wacht er neben einem ermordeten Obdachlosem auf mit dem er sich am Vortag gestritten hat. In einer Blutlache befindet sich Dorians Taschenmesser, aber er erinnert sich an nichts. Als ein Fremder auftaucht und ihm einen Ausweg bietet, nimmt er ihn völlig in Panik an. Der Unbekannte bringt ihn eine Villa, wo Jugendliche von der Straße ein zu Hause finden und die Chance auf Bildung bekommen. Als einzige Gegenleistung müssen sie für den Mann, der ihnen einen Platz in der Villa anbietet, Aufträge erledigen. Doch dann geht bei einem Auftrag den Dorian erledigen soll etwas schief und auf einmal wird er gejagt...


Mittlerweile bin ich ein großer Fan von Ursula Poznanskis Büchern und so war ich sehr gespannt auf ihr neuestes Werk "Layers". Zu Beginn wusste ich gar nicht, was mich so wirklich erwarten wird und habe mich immer gefragt, worauf das Buch wohl hinausläuft. Es beginnt ziemlich schnell geheimnisvoll und verwirrend und irgendwann fragt man sich als Leser was Realität ist, was nicht, immer auf der Suche nach der Wahrheit.

Es beginnt direkt spannend mit einem Streit zwischen Dorian und einem Obdachlosen, der dann am nächsten Tag tot ist. Dorian erinnert sich an nichts und hat Angst vor der Polizei. So wird man als Leser einfach mitten ins Geschehen geworfen, was ich hier sehr gut umgesetzt und spannend fand. Nach und nach erfährt man Dorians Geschichte und seine Hintergründe und erlebt, wie es ist auf der Straße zu leben.
Als Dorian einen Platz in der Villa bekommt, denkt man die ganze Zeit, dass das doch nicht mit rechten Dingen zugehen kann, weil alles zu schön klingt um wahr zu sein. Zuerst läuft alles gut für Dorian und er verliebt sich sogar, doch auf einmal wird er gejagt und erfährt schlimmes.

Das Buch befasst sich mit der Frage, wie weit darf man gehen für das große Ganze und ist ein kleineres Übel vertretbar für den guten Zweck? Die Frage wird zwar nicht vollends geklärt, regt aber zum Nachdenken und Diskutieren an. Es ist ein Buch voller Geheimnisse und hintergründiger Gefahr.
Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich die ganze Zeit wissen wollte, wie es endet, was dahinter steckt. Die Idee dahinter und die Technologie, die Dorian hier erlebt (ich möchte nicht verraten was die Technologie ist, weil ich finde, dass das spoilert) finde ich spannend und hochinteressant. Ob das in der Realität wirklich so umsetzbar wäre, kann ich nicht wirklich beurteilen, aber die Umsetzung im Buch konnte mich überzeugen.

Dorian ist ein Protagonist, den ich direkt sympathisch gefunden habe. Er ist tiefgründig ausgearbeitet und hat seine Geschichte, was ihn sehr authentisch macht. Er hat sein Herz auf dem rechten Fleck und ich mochte ihn, obwohl er vielleicht einen Mord begangen hat. Auch die anderen Protagonisten und Nebenfiguren bestechen durch Authentizität und Tiefgang.

Der Schreibstil ist gewohnt genial. Ich liebe Ursula Poznanskis Art zu schreiben, da sie Geheimnisse erst langsam aufdröselt, den Leser gerne in die Irre führt und unglaublich wortgewandt und fesselnd schreibt. "Layers" wird komplett aus Dorians Sicht (personaler Erzähler) geschildert, was ich sehr passend finde. Seine Emotionen, Ängste und die ständige Gefahr sind wunderbar beschrieben und es herrscht stets eine prickelnde Atmosphäre vor.

Das Ende ist in manchen Punkten zwar etwas vorhersehbar, die Motive hinter allem sind teils fragwürdig und mir hat nicht alles an dem Ende gefallen, aber dennoch habe ich das Buch inhaliert und mochte es sehr. Es steckt voller Spannung und überzeugenden Wendungen und eine zeitlang konnte mich Ursula Poznanski wirklich an der Nase herumführen. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Werke von ihr, denn hier hat sie wieder einmal gezeigt, dass sie voller ungewöhnlicher Ideen sprüht und diese auch umsetzen kann.


"Layers" ist ein großartiges Buch voller Spannung und hintergründiger Gefahr. Kaum angefangen, wollte ich am liebsten nicht mehr aufhören zu lesen. Die Idee hinter allem ist ungewöhnlich und faszinierend und das Buch sprüht voller Geheimnisse. Es hat mich so begeistert, dass ich es einfach trotz minimaler Kritik an dem Ende mit der vollen Punktzahl bewerten muss. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der offen für neue Ideen ist und spannungsgeladene Bücher liebt.
  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
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Kommentare:

  1. Hallo Mandy,

    eine schöne Rezi von dir und auf das Buch bin ich auch schon sehr gespannt. Ich werde es mir am Samstag im Rahmen einer Lesung von Ursula kaufen und signieren lassen und danach ganz bald lesen :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Hi Uwe,
      vielen Dank, dann wünsche ich dir mal ganz viel Spaß bei der Lesung und dann mit dem Buch.
      Liebe Grüße
      Mandy

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  2. Hallo Mandy!
    Eine tolle Rezension zu einem tollen Buch! Es hat mir auch wirklich richtig gut gefallen, obwohl ich die Eleria-Trilogie von ihr noch ein kleines bisschen besser fand ;-) Ursula Poznanski schreibt einfach richtig gute Bücher :-D
    Liebe Grüße!

    Jessy

    jessysmomente.blogspot.de

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