Freitag, 3. Juni 2016

[Hörbuch-Rezension] "Bad Boys, Bad Girls, Big Money" von Michelle Miller


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Die standortbasierte Dating-App "Hook" soll an die Börse gehen und der junge ehrgeizige Todd Kent soll den Deal für seine Bank unter Dach und Fach bringen. Zusammen mit einem kleinen Team macht er sich an die Arbeit und stellt sich allen Hindernissen, wozu auch die Verbindung zu einem Mord gehört. 


Ich muss leider sagen, dass mich dieses Hörbuch von der Story her schon recht enttäuscht hat. Nicht nur, dass die Spannung bis zum Ende aus bleibt, so fehlt auch ein wirkliches Ende. Vielleicht wird die Hoffnung einfach auf einen folgenden Teil gesetzt, was aber für mich kein Grund sein darf, rein gar nichts abzuschließen. So erweckt es den Eindruck, als wären die letzten 3-4 Tracks verloren gegangen.

Positiv gefiel mir die Darstellung der App "Hook" und die damit verbundenen Datenschutz-Probleme. Ein Thema, das in unserer heutigen Zeit leider viel zu sehr untergeht. Ebenso die Reaktion der Charaktere auf die Verbindungen zum Mordfall. Der Börsengang dieses Unternehmens hat das dann aber schnell wieder kaputt gemacht. Die Finanzbegriffe und Abläufe mögen vielleicht für Bänker und Co interessant sein, für andere Berufsgruppen jedoch ein totales Einschlafthema.
Die Charaktere empfand ich als eher oberflächlich gestaltet. Lediglich Tara und Juan bilden da eine Ausnahme. 

Mark Bremer hat sich als Sprecher meiner Meinung nach sehr verbessert und gefiel mir bei diesem Hörbuch sehr gut. Ohne ihn wäre meine Wertung am Ende sehr viel schlechter ausgefallen.

Ich empfinde übrigens den Klappentext als sehr übertrieben. Von einer "tödlichen Falle" sollte nicht die Rede sein. Wenn dem so ist, dann wäre jede Möglichkeit zur Kontaktaufnahme, vom Telefon bis hin zu Facebook eine "tödliche Falle". Demnach ist für mich auch das angegebene Genre "Krimi & Thriller" eigentlich nicht wirklich zutreffend. Das Hauptthema ist nicht der Mord, sondern der Börsengang. 


"Bad Boys, Bad Girls, Big Money" konnte mich leider überhaupt nicht fesseln und ich habe mich regelrecht durchgequält. Ich kann leider nicht mehr als 2 Punkte geben, ohne Mark Bremer als Sprecher wären es noch weniger. 
Ich muss allerdings auch sagen, dass ich kein Fan von Filmen wie "The Wolf of Wallstreet" und Co bin. Diese ganze Welt ist für mich unverständlich. Dass es wirklich Menschen gibt, die mit solchen Jobs ihr Geld verdienen... und dann auch noch solche Mengen an Geld...
Vielleicht mögen Freunde dieses Genres auch dieses Hörbuch besser bewerten, ich jedoch kann es nicht weiter empfehlen.


  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
  • Das gleichnamige Buch ist beim Manhattan Verlag erschienen: Klick
  • Eine Hörprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick

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