Dienstag, 16. August 2016

[Rezension] "Das Spiel von Liebe und Tod" von Martha Brockenbrough


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Henry und Flora wurden schon als Kinder von Liebe und Tod ausgewählt, damit Liebe und Tod ihr ewiges Spiel fortführen können. Verlieben sich die beiden bis zu einem bestimmten Datum und riskieren alles um zueinander zu finden, gewinnt Liebe, doch scheitern sie, gewinnt Tod und Flora muss sterben. 
Im Jahre 1937 fühlen sich Henry und Flora direkt zueinander hingezogen, doch Henry ist weiß und kommt aus einer guten Familie, Flora ist dunkelhäutig und ihr gehört ein Jazzclub. In der damaligen Zeit hat die Liebe also kaum eine Chance und zudem manipulieren Liebe und Tod in Menschengestalt das Spiel...
 

Als ich zum ersten Mal von diesem ungewöhnlichem Buch gehört hatte, wurde ich direkt neugierig und ich muss sagen, es ist etwas ganz besonderes. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass die gewählte Altersempfehlung zu niedrig gegriffen ist und das Buch eher etwas für junge Erwachsene ist. Denn das Buch ist nicht voller Action, aber auf eine tiefgründige und subtile Art spannend. Man bekommt als Leser einen ganz anderen Blickwinkel auf die Liebe und den Tod und alles regt zum Nachdenken an. Die Idee dahinter finde ich innovativ und wirklich gut umgesetzt.

Man begleitet Flora und Henry bei einer ganz besonderen, aber auch seichten Liebesgeschichte in einer Zeit in der ihre Liebe unmöglich erscheint. Ich finde das Setting grandios und überzeugend ausgearbeitet, denn man merkt auf jeder Seite, wie schwer es Flora hat, nur weil sie dunkelhäutig ist. In der Gesellschaft ist sie weniger wert und das merkt sie einfach immer wieder. Genau deshalb geht sie immer wieder auf Abstand zu Henry, der den Kontakt zu ihr sucht, denn obwohl er für sie alles aufgeben müsste, würde er es tun. 
Beide Protagonisten sind so liebevoll und authentisch ausgearbeitet, dass ich einfach mit ihnen fühlen musste. Beide erleben im Laufe des Buches so einigen Verlust und man erfährt viel über ihre Träume, ihr bisheriges Leben und was Tod und Liebe mit ihnen vorhaben.
Aber auch Tod und Liebe konnten mich überzeugen und in ihren Bann ziehen, da sie hier hauptsächlich in menschlicher Gestalt an dem Schicksal von Henry und Flora ihren Beitrag leisten und man als Leser einen ganz anderen Blickwinkel auf die Liebe und den Tod bekommt. Das Zusammenspiel der beiden ist genial und mal etwas ganz anderes.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und realistisch, aber auch romantisch und wunderschön. Nach den ersten zarten Begegnungen kommen Henry und Flora sich immer näher und ich habe es genossen sie auf ihrem Weg zu begleiten. Besonders, weil der Plot haupsächlich abwechselnd aus der Perspektive (personaler Erzähler) von Henry und Flora geschildert wird, aber auch Tods und Liebes Perspektive und hin und wieder andere Perspektiven gewählt wurden, konnte mich die Geschichte überzeugen. So entstand ein stimmiges Ganzes.

Der Schreibstil passt ebenfalls wunderbar zum Buch, denn die Sprache passt zu der Zeit in der das Buch spielt. Emotionen werden überzeugend übermittelt und obwohl das Buch wirklich eher ruhig ist, konnte mich der Schreibstil fesseln. Alles ist leicht und locker zu lesen und so kommt trotz allem keine Langeweile auf.

Das Ende des Buches ist meiner Meinung nach grandios, überraschend, berührend und wundervoll, so dass ich dieses ungewöhnliche Buch auf jeden Fall empfehlen kann.


"Das Spiel von Liebe und Tod" ist ein ungewöhnliches Buch über die Liebe und den Tod. Es regt zum Nachdenken an und kann durchweg gut unterhalten. Die Idee dahinter ist mehr als gelungen und das Ende grandios. Wer einmal etwas völlig Neues lesen möchte und subtiler Spannung nicht abgeneigt ist, sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen.
  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
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