Mittwoch, 10. August 2016

[Rezension] "Wir sind nicht zu fassen" von Kurt Dinan


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Max ist eigentlich ein ganz normaler Junge. Und zwar wirklich normal, unauffällig und der totale Durchschnitt. Als er dann eine Einladung des legendären Chaos Clubs bekommt, nutzt er seine Chance um einmal nicht der normale und langweilige Durchschnittstyp zu sein. Doch als er der Aufforderung folgt, gerät er zusammen mit anderen Jugendlichen in eine Falle und sie schwören sich Rache zu nehmen.


Ich lese zwar selten Bücher wie dieses hier, aber der Klappentext konnte mich neugierig machen nachdem ich das Buch überraschend vom Verlag bekommen habe.
Es beginnt auch direkt mitten im Geschehen und sehr ansprechend und man begleitet Max, wie er der Aufforderung des Chaos Clubs folgt. Nebenher erfährt man mehr über den Club und wieso er so legendär ist. Als Max dann dort auftaucht, wo er hinkommen soll ist er nicht alleine. Vier andere Jugendliche, die eher die Außenseiter sind, wurden ebenfalls aufgefordert dort zu erscheinen. Doch dann stellt sich alles als Falle heraus und die Fünf beschließen dem Chaos Club das Ganze heimzuzahlen.
So rotten sich die Fünf sehr unterschiedlichen Jugendlichen zusammen und planen Streiche und ganze Aktionen, die es in sich haben.

An sich gefällt mir die Idee dahinter und es gab auch so einige unterhaltsame und lustige Stellen, aber im Großen und Ganzen konnte mich das Buch nicht so richtig fesseln, auch wenn es nicht schlecht ist. Für meine Verhältnisse habe ich für das Buch wirklich lange gebraucht, weil es mich einfach nicht mitreißen konnte.

Ich fühlte weder mit den Protagonisten, noch war ich sehr gespannt darauf, wie das Buch endet und das obwohl ich die Figuren des Buches als gut ausgearbeitet empfunden habe und ich Max und die anderen sehr gut verstehen konnte. Max war mir auch direkt sympathisch und seine ganze Art mochte ich sehr, was dazu geführt hat, dass ich dennoch das Buch beenden konnte und es so als mittelmäßig empfunden habe.

Der Schreibstil ist sehr leicht gehalten und da alles aus Max Ich-Perspektive geschrieben ist sehr umgangssprachlich und mit einer gehörigen Spur Sarkasmus. Die Dialoge sind unterhaltsam und passen gut ins Gesamtbild.

Neben den Streichen und der Rache der Jugendlichen stehen aber auch ernstere Themen im Vordergrund, wie Freundschaft, Ethik und Zusammenhalt. Und hinter allem steckt die versteckte Frage danach wie weit man gehen darf und ob der Zweck die Mittel heilt? Dieser Aspekt des Buches hat mir trotz meiner Kritik am besten gefallen und sorgt dafür, dass ich das Buch nicht schlechter bewerte. So ist das Buch hinter dem oberflächigen Spaß auch tiefgründig und regt unterschwellig zum Nachdenken an.

Das Ende bietet einen guten Abschluss und auch wenn es mich nicht komplett mitreißen konnte, fand ich es nicht ganz schlecht.


„Wir sind nicht zu fassen“ ist ein Buch über Außenseiter die zueinander finden und sich durch Streiche rächen wollen. Vordergründig ist es ein oberflächiger Roman, der aber einiges an Tiefe zu bieten hat und so kann ich das Buch empfehlen, auch wenn es mich nicht ganz überzeugen konnte und es für mich einfach nicht ganz das Richtige war. Ich denke, dass es dennoch viele begeisterte Leser finden kann.
  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
  • Eine Leseprobe dazu findet ihr hier: Klick
  • Über den Autor erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Seine Homepage ist hier zu finden: Klick

Kommentare:

  1. Hallo Mandy,

    ich habe das Buch vor kurzem gelesen und kann die von dir angesprochenen Punkte in deiner Rezi bestätigen. Mir ging es ähnlich wie dir und habe es auch gleich bewertet.

    Die Thematik hat mir auch zugesagt, doch irgendetwas fehlte an dem ganzen.

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Huhu Uwe,
      das stimmt, irgendwas fehlte und auch wenn ich es schade finde, dass dir das Buch auch nicht so gut gefallen hat, kann ich das gut verstehen. Da hatten wir mal wieder den gleichen Geschmack. ;)
      Liebe Grüße
      Mandy

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