Sonntag, 30. April 2017

[Rezension] "Smoke" von Dan Vyleta

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Thomas und Charlie sind in einer Welt aufgewachsen, in der jede Sünde als Rauch sichtbar wird und aus dem Körper des Sünders tritt. Es gibt verschiedene Formen des Rauches, aber jeder kann sehen, wenn man eine Sünde begangen hat. Sie sind Schüler eines Eliteinternats und haben sich an Regeln und Gesetze zu halten. Doch eines Tages finden sie heraus, dass mehr hinter dem Rauch steckt und das was sie seit jeher eingetrichtert bekommen nicht alles ist. Auf der Suche nach der Wahrheit geraten sie in eine Welt voller Intrigen und Gefahren.


"Smoke" konnte vor allem durch sein ansprechendes Cover meine Neugierde wecken. Außerdem liebe ich Bücher, die im viktorianischen London spielen, was hier der Fall ist. Die Idee des Rauches finde ich grandios. Dadurch zählen Babys und Kinder automatisch als Sünder, da sie zu der Zeit Rauch ausstoßen und es erst im Laufe des Lebens lernen den Rauch zu kontrollieren. 
Das birgt einigen Stoff zum Nachdenken und so befasst sich das ganze Buch ganz nebenbei mit Ethik und Moral, Gut und Böse und ist gesellschaftskritisch und facettenreich. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig. Das Setting finde ich somit sehr gelungen, auch wenn es sehr düster und bedrückend ist.

In dieser Welt leben Thomas und Charlie, zwei Freunde die zusammenhalten und schließlich dem Rauch auf die Spur kommen wollen. Ich mochte beide sehr, auch wenn sie etwas distanziert dargestellt wurden. Sie sind überraschend tiefgründig und facettenreich und ich mochte ihre Art zu denken und sich in der Welt zurechtzufinden. Auch die anderen Figuren des Buches fand ich gut dargestellt.

Der Plot wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet, wobei mal die Ich-Perspektive und mal die personale Erzählperspektive gewählt wurde. Das fand ich zwar manchmal verwirrend, aber alles in allem sehr passend. 
Unterstützt wird das Ganze durch einen detaillierten Schreibstil, der sich leider manchmal etwas in die Länge zieht. Der Schreibstil passt wunderbar ins Setting und konnte mich alles in allem überzeugen.

Das Buch wirft fragen zur Menschlichkeit auf und was ist richtig und was falsch, was lebenswert? So regt es wirklich zum Nachdenken an. Zwar hat das Buch wie schon erwähnt seine Längen und ist eher ruhiger, aber der Plot an sich konnte mich mitreißen und überzeugen. Es ist ein ungewöhnliches Buch, das garantiert nicht jedem gefallen wird, aber ich mochte es.
Das Ende konnte mich zwar nicht ganz überzeugen, aber dennoch kann ich das Buch empfehlen.

 

"Smoke" ist ein Buch das nicht für jeden etwas sein dürfte, denn es ist ungewöhnlich und hat seine Längen. Ich mochte es gerade, wegen dem Setting und der Idee sehr und kann es insgesamt empfehlen.
  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um einen Einzelband.
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