Freitag, 26. Mai 2017

[Rezension] "Auf immer gejagt (Königreich der Wälder 1)" von Erin Summerill

Das Copyright vom Cover liegt beim Carlsen Verlag.
        
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Tessa hatte schon immer die Gabe zu erkennen, wer die Wahrheit sagt und wer nicht. Dabei irrt sie sich nie. Als Cohen, der Lehrling ihres Vaters, beschuldigt wird diesen ermordet zu haben, bekommt Tessa die Aufgabe ihn zu finden. Da sie die beste Fährtenleserin ist und bei ihrem Vater, der der Kopfgeldjäger des Königs war, gelernt hat, stehen ihre Chancen gut. Doch sie liebt Cohen und kann nicht glauben, dass er ein Mörder sein soll, doch ihre Gabe sagt etwas anderes...


Dank des großartigen Covers, war ich direkt neugierig auf diese neue Reihe. Es versprach ein großes Abenteuer, doch leider muss ich sagen, dass es mich nicht ganz überzeugt hat. Es hat so viele typische Elemente eines Jugendbuches, das im Fantasybereich angesiedelt ist. Dabei finde ich ich die hier dargestellte Welt sehr spannend.

Das Buch spielt in einer Welt, in der es zwei Königreiche gibt, die verfeindet sind. In dem einen gibt es Magie, in dem anderen wird Magie verfolgt. Tessas Mutter kam aus dem Königreich der Magie und musste deshalb irgendwann sterben.
Tessa wird nur geduldet, weil ihr Vater als Kopfgeldjäger des Königs arbeitet, aber als er ermordet wird bricht alles über ihr zusammen. Sie verliert ihr Erbe, keiner hilft ihr und es möchte auch keiner mit ihr handeln. Sie droht zu verhungern oder schlimmeres. Als sie dann das Angebot bekommt, ihren alten Freund und Lehrling ihres Vaters zu suchen, macht sie das nur widerwillig.

So beginnt eine Abenteuerreise auf der Suche nach der Wahrheit, die recht schnell ziemlich offensichtlich ist und keine Überraschungen bereithält. Gepaart wird das ganze mit einer typischen Liebesgeschichte, denn Tessa durchlebt ihre erste große Liebe, und Magie. Also erlebt man im Grunde als Leser nicht viel Neues, was ich sehr schade finde, weil das Buch und die Idee wirklich Potenzial hat. Gerade das Setting des Waldes mochte ich sehr und auch die Emotionen wurden gut dargestellt.

Auch die Protagonisten konnten mich im Großen und Ganzen überzeugen, auch wenn ich von Tessa mehr erwartet hätte. Sie wirkt oft ganz schön naiv, hat aber tolle Fähigkeiten und versucht der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Manche Handlungsweisen konnte ich nicht ganz nachvollziehen, aber dennoch war sie mir sehr sympathisch.
Auch bei Cohen konnte ich nicht alle Verhaltensweisen nachvollziehen, aber dennoch war er eine interessante Figur.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen, hat einiges an Humor und atmosphärischen Beschreibungen zu bieten. Trotz der Vorhersehbarkeit konnte die Autorin ein gewisses Maß an Spannung aufbauen. Der Plot wird komplett aus Tessas Ich-Perspektive geschildert, was mir gut gefallen hat.

Alles in allem war das Buch nicht schlecht und besonders die hier dargestellte Magie konnte mich in ihren Bann ziehen, dennoch war es nicht ganz mein Fall und ich bin unsicher, ob ich die Fortsetzung lesen werde.


Leider wurde hier viel Potenzial verschenkt, denn das ganze Buch bot kaum Überraschungen und war einfach zu vorhersehbar. Dennoch fand ich es nicht völlig schlecht. Ich mag die hier dargestellte Welt und die Magie und es gibt bestimmt viele Leser, die das Buch mögen werden. Für mich war es einfach nicht ganz das Richtige.
 

  • Hierbei handelt es sich soweit ich weiß um den ersten Band einer Dilogie.
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